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Burkhard Sibbel soll für die UfL den Chefsessel im Löninger Rathaus holen

Mit 20 Frauen und Männern - Burkhard Sibbel als Spitzenkandidat - geht die Gruppe UfL ins Rennen um die 30 Sitze im Löninger Stadtrat, wo sie die stärkste Fraktion stellen will.

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Bürgermeisterkandidat der UfL: Burkhard Sibbel Foto: Siemer

Bürgermeisterkandidat der UfL: Burkhard Sibbel Foto: Siemer

Wie allgemein erwartet, haben die Unabhängigen für Löningen (UfL) auf ihrer Mitgliederversammlung im neuen Dorfgemeinschaftshaus in Elbergen  Burkhard Sibbel aus dem Ortsteil Augustenfeld zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gewählt.

Der 50-Jährige ist verheiratet und hat 3 Kinder. Er arbeitet als Berufsschullehrer in Meppen, vor allem im Bereich Landwirtschaft.  Er ist seit 5 Jahren Mitglied im Stadtrat und Vorsitzender des Ausschusses Familie, Bildung, Kultur und Gesundheit, zudem seit Jahren Brudermeister der Schützenbruderschaft Elbergen-Augustenfeld-Vehrensande. Sibbel tritt bei der Bürgermeisterwahl am 12. September gegen Amtsinhaber Marcus Willen an.

UfL will stärkste Fraktion im Rat werden

Nach Angaben  des für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Dr. Sebastian Rode erhielt Sibbel auf dem Treffen 107 Stimmen der 108 anwesenden Mitglieder. Die neue Partei, die sich nach der Abspaltung von 7 Mitgliedern der CDU-Fraktion im Rat vor einigen Jahren bildete, hat nach Rodes Angaben 192 Mitglieder.

Wollen stärkste Fraktion im Rat werden: Für die UfL kandidieren 20 Frauen und Männer für einen Sitz im Löninger Stadtrat. Foto: UfLWollen stärkste Fraktion im Rat werden: Für die UfL kandidieren 20 Frauen und Männer für einen Sitz im Löninger Stadtrat. Foto: UfL

Sibbel ist gleichzeitig auch zum Spitzenkandidaten der UfL für die Stadtratswahl gewählt worden. Die Gruppe tritt mit 20 Frauen und Männern an. „Wir wollen stärkste Fraktion im Rat werden“, formulieren Dr. Rode und Sibbel das Wahlziel. Aktuell sind sie mit 8 Mitgliedern vertreten. Die CDU hatte vor 5 Jahren 20 Mandate errungen und verfügt jetzt nach der Abspaltung der 7 noch über 13. SPD und die Gruppe Grüne/Linke sind mit jeweils 4, FDP/Dirk Schelze mit 2 Mitgliedern vertreten.

Den 2. Listenplatz belegt der derzeitige Fraktionssprecher Jörg Bremersmann. Die weitere Reihenfolge: 3. Günter Wendt, 4. Christoph Fresenborg, 5. Olaf Burke, 6. Takudzwa Samuriwo, 7. Christina Kaschkarow, 8. Johann Fink, 9. Angela Brundiers, 10. Andreas Behne, 11. Gerrit Oertelt, 12. Rafael Krause, 13. Dirk Anneken, 14. Kira Rolfes, 15. Martina Hormes-Sibbel, 16. Elisabeth Kordes, 17. Hubert Willoh, 18. Annegret Többen, 19. Dr. Sebastian Rode, 20. Franz-Josef Kühne.

Auch der Cloppenburger Kreistag ist das Ziel

Die UfL will gleichzeitig auch im künftigen Cloppenburger Kreistag vertreten sein. Dazu hat sie ein Bündnis der Unabhängigen gegründet und sich mit anderen Gruppen, unter anderem der UWG in Cloppenburg und Vertretern aus Garrel, Bösel, Saterland und Cappeln, zusammengeschlossen. Nach Rodes Aussage sind die Unabhängigen in allen Wahlbereichen bis auf die Stadt Friesoythe vertreten und wollen damit im neuen Kreistag eine eigene Fraktion bilden.

„Ich will Bürgermeister für alle Löninger werden und verstehe mich als Sprachrohr der Bewohner der Stadtgemeinde“, begründete der 50-jährige Burkhard Sibbel sein Antreten um das wichtigste kommunalpolitische Amt in der Stadtgemeinde Löningen. Für die UfL und für ihn hätten demnach Bürgernähe und Transparenz absolute Priorität. Nach seiner Auffassung würden die Bürger nicht genügend an den Entscheidungsprozessen beteiligt. Leider sei die UfL mit ihrem Antrag, die Rats- und Ausschuss-Sitzungen im Internet zu übertragen, vor einiger Zeit im Rat gescheitert. „Wenn die Bürger mehr mitbekommen würden, dann ist die Akzeptanz der Entscheidungen auch höher.“  

UfL sieht Rathaus-Neubau kritisch

Kritisch steht die UfL laut ihrem Spitzenkandidaten den von Bürgermeister Marcus Willen geäußerten Vorstellungen zum Neubau des Verwaltungsgebäudes an der Stelle des derzeitigen Feuerwehr-Standorts gegenüber, so Sibbel.  Dass etwas gemacht werden müsse, stehe außer Frage. Doch für ihn hätten eine Sanierung, wenn zu einem vertretbaren Aufwand möglich, und eine Erweiterung Priorität.

Für ein neues Rathaus einen 2-stelligen Millionenbetrag auszugeben, sehe er nicht ein. Das gesamte Projekt und alle Überlegungen gehörten auf den Prüfstand und nebeneinandergestellt. Er stehe einem ÖPP-Projekt kritisch gegenüber, denn die Investoren wollten doch Geld verdienen. Als weitere Aufgabenfelder nannte er den Ausbau des Tourismus, unter anderem mit dem Nutzen des Merschsees, mehr Aufenthaltsqualität für die Innenstadt und  die Existenzsicherung junger Landwirte durch entsprechende Rahmenbedingungen.  

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