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Bürgermeisterwahl in Steinfeld: CDU, UWG und SPD suchen gemeinsam einen Kandidaten

Die Ausschreibung erfolgt Anfang Februar. Die Bewerbungsfrist endet Mitte März. Unabhängiger Koordinator des Verfahrens ist der frühere Ratsvorsitzende Michael Bavendiek.

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Ziehen gemeinsam an einem Strang – um das Bestmögliche für Steinfeld zu erreichen: (von links) Werner Herzog, Lars Beckmann, Hubert Pille, Heinrich Luhr, Peter Harpenau, Jutta Arkenberg, Christoph Schlarmann und Michael Bavendiek. Foto: Timphaus

Ziehen gemeinsam an einem Strang – um das Bestmögliche für Steinfeld zu erreichen: (von links) Werner Herzog, Lars Beckmann, Hubert Pille, Heinrich Luhr, Peter Harpenau, Jutta Arkenberg, Christoph Schlarmann und Michael Bavendiek. Foto: Timphaus

Die im Gemeinderat Steinfeld vertretenen Parteien und Wählerinitiativen machen bei der Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin für Bürgermeisterin Manuela Honkomp (parteilos) gemeinsame Sache. Wie CDU, SPD und die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) in einer Erklärung mitteilen, wollen sie die Position des Hauptverwaltungsbeamten öffentlich ausschreiben. Im Anschluss sollen die Bewerbungen vorgestellt, bewertet und im Idealfall ein gemeinsamer Kandidat gefunden werden, hinter dem sich CDU, SPD und UWG versammeln können.

Honkomp hatte kurz vor Weihnachten angekündigt, nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren zu wollen. Die bald 58-Jährige war 2006 zur ersten und bis heute einzigen hauptamtlichen Bürgermeisterin im Oldenburger Münsterland gewählt worden. 2014 wurde sie wiedergewählt. Ihre aktuelle Amtszeit endet am 30. September 2022.

Nach der Ankündigung hatte es zwischen den Parteien und Gruppen erste lose Kontakte gegeben, sagen Peter Harpenau (CDU), Heinrich Luhr (UWG) und Lars Beckmann (SPD) übereinstimmend. Während einer gemeinsamen Runde sei festgestellt worden, dass man im Anforderungsprofil gleich aufgestellt sei. Daraufhin sei die Idee entstanden, die Position gemeinsam auszuschreiben.

CDU fordert juristischen oder Verwaltungshintergrund

Die Parteien und Gruppen stellen klar: Es geht zunächst um die Ausschreibung und das Finden eines geeigneten Kandidaten. Ziel ist eine gemeinsame Kandidatur – aber eine spätere Aufteilung wird nicht kategorisch ausgeschlossen.

Die CDU-Ortsvorsitzenden Harpenau (Steinfeld) und Werner Herzog (Mühlen) erklären: "Für uns als CDU ist es wichtig, dass der Kandidat einen juristischen oder Verwaltungshintergrund hat. Außerdem sollte es sich um eine führungsstarke, empathische und bürgerorientierte Person handeln. Sie soll als Bindeglied zwischen Rat und Verwaltung genauso agieren wie in der Außendarstellung. Ideen des Rates soll sie umsetzen, aber auch eigene Ideen entwickeln und in die politischen Gremien einbringen. Für uns ist es nicht entscheidend, ob der Kandidat Mitglied der CDU ist, einer anderen Partei angehört oder parteilos ist. Wichtig ist uns, dass er ideologisch nicht dem rechten oder linken Rand der Gesellschaft angehört." Der Kandidat dürfe natürlich auch gerne eine Kandidatin sein, sagen sie.

Die Ausschreibung geht Anfang Februar raus

Der UWG/SPD-Gruppenvorsitzende Heinrich Luhr teilt vorab mit, dass die UWG auch bei einer erneuten Kandidatur Honkomps einen eigenen Kandidaten aufgestellt hätte. Er und Beckmann sagen: "Für uns ist ebenfalls wichtig, eine führungsstarke Persönlichkeit zu finden. In der heutigen Zeit ist es wichtig, einen Kandidaten zu finden, der Brücken baut, die Gesellschaft verbindet und eine von Offenheit und Transparenz geprägte Verwaltung anführt. Grundlage ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem gesamten Gemeinderat."

Die Ausschreibung wird Anfang Februar unter anderem auf OM Online, Social Media und dem Behördenspiegel veröffentlicht. Als unabhängiger Koordinator fungiert Michael Bavendiek. Der frühere Ratsvorsitzende war jahrelang als Personalsachbearbeiter in der Landesverwaltung tätig. "Durch diese Tätigkeiten genießt er in den Fraktionen großes Vertrauen", heißt es. Er werde die Bewerbungen objektiv auswerten und präsentieren.


Fakten:

  • Die Parteien und Wählerinitiativen in Steinfeld suchen gemeinsam einen Hauptverwaltungsbeamten für die Gemeinde Steinfeld.
  • Die Wahl ist nach derzeitigem Stand am 9. Oktober 2022.
  • Die Amtszeit des neuen Bürgermeisters beträgt neun Jahre.
  • Die Bezahlung erfolgt nach Besoldungsgruppe B2 (7964,44 Euro Grundgehalt zuzüglich Zuschläge).
  • Die Bewerbungsfrist endet am 13. März (Sonntag).
  • Bewerbungen und Rückfragen sind an Michael Bavendiek zu richten; Telefon 015234570292 oder E-Mail m.bavendiek@gmx.de. Alle Bewerbungen werden vertraulich behandelt.

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