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Bürgermeisterin Manuela Honkomp hört im Herbst 2022 auf

Die 57-Jährige tritt nicht für eine dritte Amtszeit in Steinfeld an. Sie war 2006 zur ersten und bis heute einzigen hauptamtlichen Bürgermeisterin im Oldenburger Münsterland gewählt worden.

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Ein Unikum im Oldenburger Münsterland: Steinfelds Bürgermeisterin Manuela Honkomp. Foto: Hoffmann

Ein Unikum im Oldenburger Münsterland: Steinfelds Bürgermeisterin Manuela Honkomp. Foto: Hoffmann

Manuela Honkomp (parteilos) tritt nicht für eine dritte Amtszeit als Bürgermeisterin der Gemeinde Steinfeld an. Das hat die 57-Jährige am Montag in einer Presseerklärung offiziell mitgeteilt. Politik und Verwaltung in ihrer Heimatgemeinde setzte die Steinfelderin am selben Tag über ihre Entscheidung in Kenntnis. Honkomp war 2006 zur ersten und bis heute einzigen hauptamtlichen Bürgermeisterin im Oldenburger Münsterland gewählt worden. 2014 wurde sie wiedergewählt. Ihre aktuelle Amtszeit endet am 30. September 2022.

Honkomp wird in der Mitteilung wie folgt zitiert: "Ich habe die Entscheidung nach reiflicher Überlegung und in Abstimmung mit meiner Familie getroffen. Im kommenden Jahr bin ich 16 Jahre im Amt. Es war eine gute und anspruchsvolle Zeit, mit vielen Herausforderungen und Aufgaben, die ich mit Engagement, viel Freude und, ich denke, auch zum Wohl der Gemeinde angegangen bin." Weiter teilt die Verwaltungschefin mit: "Ich darf sagen, dass ich mit Dankbarkeit auf diese anspruchsvolle Zeit blicke und die anstehenden Aufgaben und Projekte selbstverständlich bis Oktober 2022 mit voller Kraft voranbringen möchte."

Der Politologin liegen nach eigenen Angaben insbesondere die im Haushalt 2022 verankerten Zukunftsprojekte wie etwa der Neubau einer Kindertagesstätte in Steinfeld, die Entwicklung des neuen Gewerbe- und Industriegebietes an der Verbindungsstraße nach Holdorf, die Weiterentwicklung der Sportstätten oder auch der Ausbau des Abwasserwerkes am Herzen. Honkomp sagt: "Bürgernähe und den guten Kontakt zu unseren Unternehmen werde ich auch in der mir verbleibenden Zeit pflegen und diesen Aufgaben wie gewohnt einen hohen Stellenwert beimessen."

Für Steinfeld ergibt sich eine Amtszeit von neun Jahren

Dass sie die Geschicke ihrer Heimatgemeinde über diesen langen Zeitraum mitgestalten durfte, betrachtet die Bürgermeisterin laut eigener Aussage als großes Geschenk. "Verlassen konnte ich mich dabei immer auf eine tolle Mannschaft im Rathaus und auf meine Familie, die mir stets den Rücken frei gehalten hat. Auch den über die vielen Jahre respektvollen Umgang im politischen Raum weiß ich zu schätzen."

Es sei nun an der Zeit, den Weg für eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger frei zu machen, sagt Honkomp. Sie erläutert: Aufgrund der besonderen Konstellation im Zuge der Synchronisation der Amtszeiten der Hauptverwaltungsbeamten mit der Wahlperiode des Kommunalparlaments in Niedersachsen ergibt sich für Steinfeld eine Amtszeit von neun Jahren. Dies biete, so führt sie weiter aus, eine sehr gute Perspektive für potenzielle Bewerber beziehungsweise Nachfolger im Amt. "Ich habe immer gesagt, dass ich mich spätestens zum Jahresende 2021 erklären werde. Damit bleibt nun auch ausreichend Zeit für die Politik, um die Nachfolge in Ruhe anzugehen."


Fakten:

  • 2006 trat Manuela Honkomp, bis dahin als Wirtschaftsförderin und Pressereferentin bei der Stadt Lohne tätig, als parteilose Kandidatin für die UWG und die SPD bei der Bürgermeisterwahl an.
  • Die damals 42-Jährige setzte sich in einer Stichwahl mit 54,79 Prozent der Stimmen gegen den CDU-Kandidaten Udo Koschate (45,21 Prozent) durch.
  • 2014 gelang Manuela Honkomp die Wiederwahl, diesmal mit Unterstützung durch die CDU.
  • Die Steinfelderin sammelte 73,17 Prozent der Stimmen ein und verwies damit den UWG-Kandidaten Norbert Kuprian (22,83 Prozent) und den Unabhängigen Franz Aßmann (3,99 Prozent) auf die Plätze.

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