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Bürgermeister Brockmann steht in Nellinghof Rede und Antwort

Brockmann informierte in Nellinghof über die Pläne der Gemeinde in der Bauerschaft – und über die Probleme, die einige Projekte mit sich bringen. Zum Beispiel der Radweg an der Landesstraße L 852.

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Einladender und Gast: Ortsvorsteher Alwin Grote (links) hatte Bürger Ansgar Brockmann zur Einwohnerversammlung gebeten. Der Politiker stand Rede und Antwort. Foto: Schmutte

Einladender und Gast: Ortsvorsteher Alwin Grote (links) hatte Bürger Ansgar Brockmann zur Einwohnerversammlung gebeten. Der Politiker stand Rede und Antwort. Foto: Schmutte

Ein neues Baugebiet, Radwegebau, Stromtrassen, eine gefährliche Kreuzung, ein Campingplatz oder Repowering der Windkraftanlagen in Wenstrup/Gehrde sind Themen, die den Nellinghofern offensichtlich unter den Nägeln brennen.

Ortsvorsteher Alwin Grote hatte zu der Bauerschaftsversammlung eingeladen. Dort stand Bürgermeister Ansgar Brockmann im Saal der Gaststätte Pohlmann Rede und Antwort. Das Interesse war riesig: Freie Plätze gab es an dem Abend nicht mehr.

Baugebiet Dreuge Mesk: Über das Neubaugebiet im Außenbereich Dreuge Mesk berichtete er, dass von den acht vorhandenen Bauplätzen bereits vier verkauft seien. Erste Bautätigkeiten seien zu beobachten. Die restlichen Bauplätze werden an Interessenten mit Bezug zur Bauerschaft vergeben.

Radweg an der L 852: Als einmalige Chance auf den Lückenschluss des Radwegs entlang der Landesstraße 852 in Richtung Fladderlohausen bezeichnete Brockmann die laufenden gemeinsamen Planungen der Gemeinden Holdorf und Neuenkirchen-Vörden. Der Lückenschluss könne nur mit der Unterstützung der Anlieger gelingen, so sein Appell an die betroffenen Grundstückseigentümer.

Ein großes Problem sieht der Bürgermeister im engen Zeitfenster für die Realisierung des Bauvorhabens, um den 80-prozentigen Zuschuss zu den Gesamtkosten zu erhalten. Das ist nur bis zum 31. Dezember 2023 geöffnet. Er hofft nach eigenen Worten allerdings auf eine Fristverlängerung, da noch umfangreiche Unterlagen erstellt werden müssen.

Der Weg von der Idee zur Umsetzung ist lang

Wenn alles perfekt sei, könne das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. Die Öffentlichkeit und die Träger öffentlicher Belange können ihre Stellungnahmen abgeben. Am Ende stehe der Planfeststellungsbeschluss, nach dem die Arbeiten ausgeschrieben werden können. Dann müsse der über 3,2 Kilometer lange Rad gebaut werden.

Um keine Zeit zu verlieren, führt die Gemeinde nach Worten des Bürgermeisters bereits Grundstücksverhandlungen mit den Anliegern, obwohl der benötigte Umfang erst nach der Erstellung des Grunderwerbsplans feststeht. Der Rad-Gehweg selbst werde eine Breite von 2,50 Meter haben. Zusätzlich seien ein 1,75 Meter breiter Trennstreifen, ein Sicherheitsstreifen mit einer Breite von einem Meter und Platz für die Entwässerung erforderlich.

Radweg an der K 275: Deutlich unkomplizierter ist da laut Ansgar Brockmann der geplante Radwegebau entlang der Kreisstraße 275  von Nellinghof nach Wenstrup. Mit dem vom Landkreis Vechta zu erstellenden 900 Meter langen Bauvorhaben soll noch im Herbst begonnen werden. Den dafür erforderlichen Grunderwerb habe der Landkreis mithilfe der Gemeindeverwaltung bereits getätigt. Der Radweg werde an der südlichen Straßenseite verlaufen.

Hochspannungstrasse: Mit Blick auf die Offshore-Netzanbindungssysteme LANWIN 1 und LANWIN 2, 2 Hochspannungstrassen von der Nordsee bis nach Bad Essen-Wehrendorf und Westerkappeln, sagte Ansgar Brockmann: „Für diese Hochspannungstrassen ist Nellinghof so etwas wie der Nabel der Welt.“ Mindestens eine, eventuell auch beide Trassen werden ihren Weg wohl durch die Bauerschaft nehmen. Es werde sich um eine Erdverkabelung handeln. Die Breite einer Trasse betrage 30 Meter.

Kreuzung L 852/K 275: Um den Kreuzungsbereich Landesstraße 852/Kreisstraße 275, in dem es immer wieder zu schweren Unfällen kommt, zu entschärfen sollen nach Worten Ansgar Brockmanns kurzfristig eine Verbesserung und andere Platzierung der Verkehrszeichen sowie zusätzliche Aufmerksamkeitsstreifen auf der Fahrbahn für Abhilfe sorgen. Das alles habe der Landkreis Vechta bereits angeordnet. Mittelfristig erhofft die Gemeinde sich durch den Radwegebau eine weitere Umgestaltung und bessere Erkennbarkeit der Kreuzung.

Campingplatz: Nicht nur auf Zustimmung ist nach einer Anliegerversammlung der Plan des Unternehmers Guido Oevermann gestoßen, einen Campingplatz auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte Hödebeck zu schaffen, hieß es bei der Zusammenkunft weiter. Die Politik hatte das Vorhaben bereits im vergangenen November zur Kenntnis genommen. Inzwischen habe eine Prüfung ergeben, dass das Konzept trotz der bestehenden Immissionen landwirtschaftlicher Betriebe umsetzbar sei und die verkehrliche Erschließung ausreiche.

Zum weiteren Prozedere erklärte der Bürgermeister, der Gemeinderat werde entscheiden, ob ein Änderungsverfahren „ergebnisoffen“ durchgeführt werden soll. Ist das der Fall, wird eine zweistufige Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgen, in der alle Beteiligten vor einer Ratsentscheidung ihre Stellungnahmen abgeben können.

Windpark: Der Windpark in Gehrde/Wenstrup soll ein Repowering erhalten. Die sechs alten Windkraftanlagen werden abgebaut und durch drei höhere, leistungsfähigere sowie eine kleinere ersetzt. Alles ist laut Brockmann allerdings noch auf der vorbereitenden Ebene. Die örtlichen CDU-Ortsverbände laden am 13. Mai, um 18.00 Uhr zu einer Informationsveranstaltung zu diesem Thema in Wenstrup ein.

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