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Bürgermeister aus Homeoffice zurückbeordert

Während der Landrat und die Dezernenten beim Landkreis mit gutem Beispiel vorangehen, hat die Politik im Saterland Bürgermeister Thomas Otto zurückgepfiffen.

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Von der Politik eingefordert: Saterlands Bürgermeister Thomas Otto arbeitet in seinem Büro im Rathaus. Foto: Kruse

Von der Politik eingefordert: Saterlands Bürgermeister Thomas Otto arbeitet in seinem Büro im Rathaus. Foto: Kruse

Homeoffice ist nach Meinung der Bundespolitik ein weiteres Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie. So sollen Kontakte reduziert werden. Wie sieht das in den Verwaltungen im Landkreis Cloppenburg aus? Die Redaktion hat bei den Gemeinden Barßel und Saterland sowie bei der Kreisverwaltung mal nachgefragt.

„Um Weihnachten und den Jahreswechsel herum konnten wir eine Kontaktreduzierung durch Urlaubsregelungen und eine großzügige Handhabung der ansonsten geltenden Vertretungsregelungen gewährleisten“, sagt Bürgermeister Nils Anhuth von der Gemeinde Barßel. Seit Montag werde – ganz im Sinne des Bund-Länder-Beschlusses aus der vergangenen Woche – wie auch schon im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 – verstärkt auf Telearbeit im Homeoffice zurückgegriffen.

„So schaffen wir eine deutliche Minimierung der Kontakte.“Bürgermeister Nils Anhuth

Mehr als zwei Drittel der Mitarbeiter aus dem Rathaus seien in einem Wechselschicht-Modell abwechselnd im Homeoffice und im Rathaus tätig. „So schaffen wir eine deutliche Minimierung von Kontakten unter Aufrechterhaltung unserer Betriebsabläufe“, berichtet Anhuth.

Otto wurde für Teil-Homeoffice kritisiert

Die Gemeinde Saterland hat allen Beschäftigten in der Verwaltung angeboten, ins Homeoffice zu gehen. „Aus allen Fachbereichen ist dieses Angebot angenommen worden“, teilte Bürgermeister Thomas Otto mit. Die Erfahrungen seien insgesamt betrachtet gut. Positiv sei, dass einige Mitarbeiter schon vor Corona zeitweilig zu Hause gearbeitet hätten. Diese Erfahrungen hätten sie für alle nutzbar gemacht.

Dass der Bürgermeister das Homeoffice nutze, habe die Politik kritisiert. „Im Frühjahr 2020 haben wir versucht, auch in der Verwaltung im Schichtbetrieb zu arbeiten“, informiert Otto. In Abstimmung mit dem Ersten Gemeinderat sei er im Teil-Homeoffice, also auch tageweise nicht im Rathaus gewesen. Diese Handhabung sei im Nachhinein von einigen Gemeinderatsmitgliedern kritisiert worden. Die Politik habe eingefordert, die Arbeit zukünftig aus dem Rathaus heraus zu erledigen. Das mache er nun.

Im Kreishaus darf nur eine Person ein Büro nutzen

Beim Landkreis Cloppenburg hingegen wollen Landrat Johann Wimberg und die drei Dezernenten auch beim Homeoffice mit gutem Beispiel vorangehen. Soweit es dienstlich möglich und keine Präsenz durch Termine im Kreishaus erforderlich ist, wechseln sich der Landrat und die Dezernenten ab, um persönliche Kontakte dadurch zu minimieren, teilte Kreissprecher Frank Beumker mit.

Die Kreisverwaltung biete in großzügigem Umfang an, Arbeiten von zu Hause zu erledigen. „Die Mitarbeiter entscheiden dies für sich freiwillig, allerdings verbunden mit der Vorgabe, dass die Nutzung der Büros im Kreishaus grundsätzlich nur von einer Person erfolgen darf.“ Dadurch steige der Anteil derer, die diese Möglichkeit in Anspruch nehmen, stetig.

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