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Bürgerinitiative in Neuenkirchen-Vörden hat erste Erfolge

Die Gemeindeverwaltung sagt bei dem Treffen zu, ein Verkehrsentwicklungskonzept für Neuenkirchen zu erstellen, um den Straßenverkehr sicherer zu gestalten. Auch der Landkreis wird aktiv.

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Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde: Die Gemeinde folgte der Forderung der Bürgerinitiative. Laut Initiatoren soll die 30er-Zone bis zum Lidl-Markt verlängert werden. Foto: E.Wenzel

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde: Die Gemeinde folgte der Forderung der Bürgerinitiative. Laut Initiatoren soll die 30er-Zone bis zum Lidl-Markt verlängert werden. Foto: E.Wenzel

Fast zwei Monate ist es nun her, dass die Bürgerinitiative "49434 Neuenkirchen-Vörden" ihre Unterschriftenliste an die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden übergeben hat. Die Verkehrslage in der Großen Straße in Neuenkirchen macht ihnen Sorge. Nach einem Gespräch mit der Gemeindeverwaltung feierten sie nun die ersten Erfolge.

Am Mittwoch trafen sich die Vertreter der Bürgerinitiative mit Bürgermeister Ansgar Brockmann sowie seinem Stellvertreter und Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen. Ebenfalls anwesend waren die Fraktionsvorsitzenden der CDU und IGNV, Karlheinz Rohe und Sven große Sextro, sowie Hermann Schütte.

Die sieben zentralen Forderungen der Initiative wurden noch einmal klar formuliert. Sie beinhalten ein Lkw-Durchfahrtsverbot für Schwerlastverkehr, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30, regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen, fest installierte Geschwindigkeitsanzeigen und sogenannte Fußgängerschutzbügel. Dazu kommen Forderungen nach einem Zebrastreifen an der Großen Straße und der Bergstraße beim K+K-Markt. Schon vor dem Treffen wurden diese Punkte im Verwaltungsausschuss der Gemeinde behandelt.

Nur drei der sieben Punkte liegen im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde

Die 30er-Zonen wurden bereits eingerichtet. Die Bürgerinitiative fordert aber, dass diese bis zum Lidl-Markt verlängert werden. Damit einher gingen Geschwindigkeitskontrollen, die weiterhin stattfinden sollten, meint Maria Buschermöhle im Namen der Bürgerinitiative. Von den weiteren Forderungen liegen nur die fest installierten Geschwindigkeitsanzeigen und die Schutzbügel im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde.

Erstere sind schon im Einsatz. Zwei Geschwindigkeitsanzeigen befinden sich an der Holdorfer Straße im Bereich der Oberschule. Mit einem lächelnden oder traurigen Gesicht sollen sie die Autofahrer daran erinnern, sich im Bereich der Schulen an das Tempolimit 30 zu halten. Solche Anzeigen sollten laut Buschermöhle auch im Bereich der Großen Straße angebracht werden.

Der Verwaltungsausschuss lehnt die Schutzbügel ab

Die geforderten Schutzbügel wird die Gemeinde nicht aufstellen lassen. Die Entscheidung fiel nach einem Gespräch mit dem Straßenverkehrsamt des Landkreises Vechta. Der Grund: Die Gehwege seien zu schmal. Fußgänger mit Rollatoren oder Kinderwagen würden mit den Bügeln nicht ausreichend Platz haben, wenn sie sich begegnen. Darüber hinaus bestehe die Gefahr, dass Kinder die Schutzbügel als Kletter- oder Turnstangen benutzen.

Außerdem habe die Gemeinde zugesagt, ein Verkehrsentwicklungskonzept für den Ort Neuenkirchen zu erstellen. Die Verkehrssituation sei unübersichtlich und problematisch. Die Finanzmittel sollen in den Haushalt 2022 aufgenommen werden.

Auch der Landkreis werde sich weiter mit dem Thema befassen. Das teilte Bürgermeister Ansgar Brockmann den Vertretern der Bürgerinitiative mit. In den Gremien würden sich die Neuenkirchen-Vördener Vertreter Ulrich Kettler und Helmut Steinkamp für das Anliegen einsetzen.

Der Landkreis überprüft die Verkehrssituation im Ortskern

Zunächst werde der Landkreis jedoch die Große Straße im Bereich des Ladens DM Modellbau überprüfen. Es ginge um die Breite der Straße. Falls sich herausstellt, dass sich zwei Lkw nicht begegnen können, ohne die Bürgersteige zu überfahren, wolle der Landkreis eine Lösung schaffen, wie eine einspurige Durchfahrtsmöglichkeit.

Außerdem überprüft der Kreis, wie viele Fußgänger und Radfahrer die Straßen queren, um festzustellen, wie sinnvoll ein Übergang an geeigneter Stelle wäre. Für ein Gespräch mit der Bürgerinitiative habe sich der Landkreis Vechta ebenfalls bereit erklärt. Dieses soll Anfang nächsten Jahres im Neuenkirchener Rathaus stattfinden.

Maria Buschermöhle erklärte, dass die Initiatoren froh über die Erfolge seien. Die Forderungen sollten aber weiter verfolgt werden. Was noch ausstehe, sei eine dauerhafte Lösung für das Problem. "Da müssen wir immer wieder einbringen, dass das auf Dauer nur mit einer Umgehungsstraße geht", betont Buschermöhle. Nur so könne der Verkehr aus dem Ort herausgehalten werden.

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