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Bürgerforum irritiert über CDU-Aussagen zum Burgwald

Die Partei findet es überraschend, dass die Christdemokraten jetzt den Naturschutz für sich entdecken würden. Dies sei unehrlich – "und eine klassische Wahlkampfstrategie".

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Ein beliebtes Ausflugsziel: der Dinklager Burgwald. Foto: Malapo

Ein beliebtes Ausflugsziel: der Dinklager Burgwald. Foto: Malapo

Das Bürgerforum Dinklage (BfD) hat die Aussagen von Landratskandidat Tobias Gerdesmeyer und seinen Parteikollegen bei der Veranstaltungsreihe „CDU im Dialog“ der Dinklager Christdemokraten zum Burgwald irritiert zur Kenntnis genommen. Das Bürgerforum findet es laut Mitteilung überraschend, „dass ausgerechnet die CDU Dinklage 3 Tage nach der verheerenden Flutkatastrophe am Rande der Eifel den Naturschutz für den Dinklager Burgwald entdeckt“.

Es sei „schlicht und ergreifend unehrlich“, wenn die CDU den Bürgern suggerieren möchte, dass sie sich nun dem Naturschutz widmen und „ganz besonders etwas für den Naturschutz im Burgwald“ tun möchte. Das Bürgerforum lobt gleichzeitig die eigene Arbeit in puncto Umwelt- und Naturschutz. Dies schreibe das BfD groß – besonders die Fraktionsspitze.

Auf der Veranstaltung hatte Gerdesmeyer erklärt, dass er den vom Austrocknen bedrohten Burgwald mit einem kreisweiten Punkte-Plan schützen möchte. Die Anregung des Lohner Bürgermeisters: Neue versiegelte Flächen sollen mit Kompensationspunkten belegt werden, die dann wiederum dem Burgwald zugute kommen. So sollen in dem Naherholungsgebiet in den Saumbereichen sinnvolle Maßnahmen umgesetzt werden, wurde er zitiert.

Bürgerforum: CDU hätte mit Opposition und Verwaltung zusammenarbeiten sollen

Gerdesmeyer hatte damals auch gesagt: Umwelt sei ein originäres Thema der CDU. In der Öffentlichkeit werde von einigen Parteien jedoch so getan, als wenn die „CDU morgens aufwache und als Erstes überlege, wo man einen Baum fällen kann“.

Das Bürgerforum findet: Es sei ehrlicher gewesen, wenn die aktiven CDU-Ratspolitiker in der Vergangenheit in den Fachausschüsse den Natur- und Umweltschutz nicht nur belächelt hätten, sondern „gemeinschaftlich mit der Verwaltung und vor allem mit der Opposition im Rat Ideen und Schutzmaßnahmen auf den Weg gebracht hätten“. Sich nun den Landratskandidaten zu bedienen, sei eine „klassische Wahlkampfstrategie“.

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