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Bürger können Ideen zum Klimaschutz liefern

Die Stadt Vechta bietet ab sofort eine Online-Plattform zur Bürgerbeteiligung. Die Vorschläge sollen in das kommunale Klimaschutzkonzept einfließen.

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Aufruf zum Mitmachen: Klimaschutzmanager Alexander Kunz animiert die Bürger dazu, sich mit ganz praktischen Ideen aus ihrem Lebensumfeld an dem neuen Konzept zu beteiligen. Foto: Speckmann

Aufruf zum Mitmachen: Klimaschutzmanager Alexander Kunz animiert die Bürger dazu, sich mit ganz praktischen Ideen aus ihrem Lebensumfeld an dem neuen Konzept zu beteiligen. Foto: Speckmann

Die Stadt Vechta will im nächsten Frühjahr ihr Klimaschutzkonzept präsentieren. Darin sollen neben den Vorschlägen aus Verwaltung und Politik möglichst auch viele Ideen aus der Bevölkerung einfließen. Die Bürger sind zum Mitmachen aufgerufen. Sie können ab sofort per Internet, also ganz leicht und bequem, Ideen und Denkanstöße für etwaige Maßnahmen in ihrer Heimatstadt äußern.

Das Projekt trägt den Titel „Klima-Ideenkarte". Es ist keine neue Erfindung. Auch andere Kommunen in ganz Deutschland haben sich schon bei diesem dringenden Thema auf den Weg der Bürgerbeteiligung begeben. „Klimaschutz kann nicht allein im Rathaus geplant werden, das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, betont Klimaschutzmanager Alexander Kunz.

Der Verwaltungsvertreter hat bereits in Zusammenarbeit mit beauftragten Ingenieurbüros eine Energie- und Treibhausgasbilanz erstellt, Potenziale identifiziert und Entwicklungsszenarien errechnet. Nun gilt es einen geeigneten Maßnahmenkatalog zu entwickeln, der es ermöglicht, die lokalen Energieverbräuche und den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren.

Klimaschutzmanager Alexander Kunz, Fachbereichsleiterin Christel Scharf und Bürgermeister Kristian Kater (von links) setzen beim Klimaschutz auf Bürgerbeteiligung. Foto: SpeckmannKlimaschutzmanager Alexander Kunz, Fachbereichsleiterin Christel Scharf und Bürgermeister Kristian Kater (von links) setzen beim Klimaschutz auf Bürgerbeteiligung. Foto: Speckmann

Neben dem eigenen Engagement hofft Kunz auf eine möglichst große Unterstützung aus der heimischen Bevölkerung. Die Menschen seien oft sehr nahe an den Themen dran und wüssten um die Stellschrauben, an denen im Kampf gegen den Klimawandel gedreht werden könne. Das sogenannte Crowdmapping biete sich an, um Ideen für konkrete Maßnahmen vor Ort aufzugreifen.

Vorschläge werden in einer Karte veröffentlicht

Ob Bauen und Wohnen, Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien, Mobilität oder Bildung: Mit wenigen Klicks können die Teilnehmer ihre Vorschläge verschiedenen Kategorien zuordnen und per digitaler Stecknadel in einem Stadtplan markieren. Die Beiträge können von anderen Nutzern eingesehen werden. Dazu besteht die Möglichkeit, direkt auf andere Ideen zu reagieren und mit der Stadtverwaltung in Kontakt zu treten.

Die Verwaltung nutzt zu diesem Zweck eine bereits vorhandene App für das Anregungs- und Ereignis-Management, die sich schon auf anderen Gebieten auf Stadtebene bewährt haben soll, wie Fachbereichsleiterin Christel Scharf berichtet. Etwa bei der Mitteilung von Schäden und Mängeln im öffentlichen Raum oder auch bei der Abfrage zu Themen wie „Sichere Schulwege“ und „Spielplatz Telbrake“.

„Die gesammelten Ideen werden wissenschaftlich ausgewertet und fließen in das integrierte kommunale Klimaschutzkonzept ein.“Alexander Kunz, Klimaschutzmanager der Stadt Vechta

Übrigens sind nicht nur interessierte Bürger zum Mitmachen an dem Gemeinschaftsprojekt aufgerufen. Auch Vereine, Unternehmen, Schulen, Kindertagesstätten und sonstige Akteure aus Vechta und Langförden können bis Ende Januar 2022 einen Beitrag leisten. „Die gesammelten Ideen werden wissenschaftlich ausgewertet und fließen in das integrierte kommunale Klimaschutzkonzept ein“, erläutert Kunz.

„Wie schon bei der Entwicklung eines Masterplans für die Innenstadt wollen wir auch bei dem äußerst wichtigen Thema Klimaschutz allen die Chance geben mitzureden. Natürlich müssen wir als Stadt vorangehen. Unser Ziel ist aber ein Konzept, das die Bürgerinnen und Bürger mitgestaltet haben. Dies führt zu einer höheren Akzeptanz und letztlich zu einem effektiveren Klimaschutz“, sagt Bürgermeister Kristian Kater (SPD) und ruft zum Mitmachen auf.

  • Info: Die Teilnehmer können ihre Ideen unter www.vechta.de/klimaschutz abgeben. Wer keinen Internetzugang hat, kann Beiträge auch per Post an das Rathaus schicken oder Alexander Kunz unter Telefon 04441/886-6004 kontaktieren.

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