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Bundesregierung appelliert an "Verantwortung" bei Twitter

Der Deal ist perfekt, Elon Musk übernimmt das Steuer bei Twitter. Was wird sich nun beim Kurznachrichtendienst ändern? Die Bundesregierung will das genau beobachten.

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Das Logo von Twitter auf dem Display eines Laptops. Foto: dpa/Hildenbrand

Das Logo von Twitter auf dem Display eines Laptops. Foto: dpa/Hildenbrand

Die Bundesregierung will die Entwicklung beim Kurznachrichtendienst Twitter nach einer Übernahme durch Tech-Milliardär Elon Musk "sehr genau" beobachten. "Wir sagen auch, dass eine solche Plattform auch aufgrund der Wirkung, die sie hat, in unsere Öffentlichkeiten hinein, einer besonderen Verantwortung zukommt", sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag in Berlin. Man werde in den nächsten Wochen und Monaten die möglichen Veränderungen beobachten, um dann eigene Schlüsse zu ziehen.

Diese Schlüsse könnten auch sein, sich die Frage zu stellen, ob man auf dieser Plattform weiter präsent bleiben wolle oder nicht, sagte Hebestreit und ergänzte: "Damit möchte ich nicht drohen oder das in Aussicht stellen, sondern sagen, diese Fragen schließen sich natürlich an."

Viel genutzte Plattform

Die Bundesregierung, Regierungsmitglieder und Spitzenpolitiker anderer Parteien nutzen Twitter seit langem für die Verbreitung von Botschaften, um politische Entwicklungen zu kommentieren oder Termine anzukündigen. Einige wie Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und zuletzt SPD-Chefin Saskia Esken hatten sich aber auch wieder von der Plattform verabschiedet. Esken hatte Twitter vorgeworfen, nichts gegen Fake-Profile zu tun und im Umgang mit gemeldeten strafbaren Inhalten zu nachlässig zu sein. Die Übernahme durch Tesla-Chef Musk werde die Plattform ganz sicher nicht zu einem gemeinnützigen Unternehmen machen.

Musk hatte in der Nacht zum Freitag den Abschluss der Twitter-Übernahme angedeutet. "Der Vogel ist befreit", schrieb er ohne weitere Details. Das Twitter-Logo ist ein blauer Vogel – und Musk hatte stets betont, die Plattform von aus seiner Sicht zu starken Einschränkungen der Meinungsfreiheit zu befreien.

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