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Bund sichert mehr Corona-Impfdosen

Am 27. Dezember soll es losgehen mit den ersten Impfungen. Dafür sollen deutlich mehr Impfdosen zur Verfügung stehen - in Niedersachsen reicht das zunächst aber nur für 20.000 Menschen.

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Zuerst steht der Impfstoff von Biontech/Pfizer zur Verfügung. Foto: dpa

Zuerst steht der Impfstoff von Biontech/Pfizer zur Verfügung. Foto: dpa

Die Bundesregierung hat mehr Dosen für Impfungen gegen das Coronavirus für Deutschland gesichert.

Vom ersten Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer kommen aus einer EU-weiten Bestellung nun 55,8 Millionen statt zunächst vorgesehener 40 Millionen Dosen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Zuerst berichtete die "Bild am Sonntag" darüber. Daneben wurden über nationale Zusagen auch schon weitere 30 Millionen Impfdosen dieses Präparats gesichert.

Am Montag will die EU-Arzneimittelbehörde EMA ihre Beurteilung über den Impfstoff von Biontech/Pfizer abgeben, danach wird eine Zulassung durch die EU-Kommission erwartet. Bund und Länder stellen sich dann auf einen Beginn von Impfungen am 27. Dezember ein.

Erst mobile Teams, dann Impfzentren - langsamer Start in Niedersachsen

Vom zweiten aussichtsreichen Impfstoff des US-Konzerns Moderna hat Deutschland nun dem Gesundheitsministerium zufolge über das EU-Kontingent 50,5 Millionen Impfdosen gesichert. Zusammen mit 85,8 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer seien damit 136,3 Millionen Dosen sicher, von denen nahezu alle 2021 ausgeliefert werden könnten. Da jeweils zwei Dosen benötigt werden, ließen sich so rein rechnerisch 68,2 Millionen Bürger impfen - bei insgesamt 83 Millionen Einwohnern in Deutschland. Der Moderna-Impfstoff hatte am Freitagabend eine Notfallzulassung in den USA erhalten.

Niedersachsen bekommt für den Start der Corona-Impfungen voraussichtlich etwa 40.000 Impfdosen. "Wahrscheinlich werden wir zunächst 20.000 Personen impfen können. Mittel- und langfristig entscheidend wird aber sein, dass wir jede Woche kontinuierlich Impfstoffe bekommen", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Hannover am Samstag. "Wir gehen gerade zu Beginn von sehr wenigen Impfdosen aus. Jede impfberechtigte Person benötigt für einen ausreichenden Impfschutz zwei Impfungen im Abstand von 21 Tagen." Die Beschaffung des Impfstoffs liegt in den Händen des Bundes.

"Wir sind sehr gut vorbereitet, die 50 Impfzentren im Land stehen und sind ebenso wie die mobilen Teams einsatzbereit", sagte die Sprecherin. Die ersten Impfungen sollen vom 27. Dezember an Menschen in Pflegeeinrichtungen bekommen. Demnach organisieren die Landkreise, welche Dienste in die Pflegeheime kommen, um Bewohnerinnen und Bewohner zu impfen.

Die Impfzentren starten zu einem späteren Zeitpunkt. Für die Schutzimpfungen hat das Land mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) einen Rahmenvertrag geschlossen. Bei der KV und der Ärztekammer Niedersachsen haben sich bislang fast 2400 Ärztinnen und Ärzte gemeldet, die bereit sind, in den Impfzentren mitzuarbeiten. Die Vergütung soll 150 Euro die Stunde betragen.

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