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Büfett-Kraft soll das Frühstück retten

Das Frühstücksbüfetts im Jona-Kindergarten Elisabethfehn hat zu einer kontroversen Diskussion im Ausschuss geführt. Um das Angebot in Corona-Zeiten zu gewährleisten, benötigt es zusätzliches Personal.

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5000 Euro jährlich: Die „Villa Kunterbunt“ in Barßel kann weiterhin auf die finanzielle Hilfe der Gemeinde Barßel bauen. Foto: C. Passmann

5000 Euro jährlich: Die „Villa Kunterbunt“ in Barßel kann weiterhin auf die finanzielle Hilfe der Gemeinde Barßel bauen. Foto: C. Passmann

Seit etwa zehn Jahren bietet der Jona-Kindergarten in Elisabethfehn den Kindern ein tägliches Frühstücksbüfett an. Und die Kleinen genießen das leckere Essen. Doch das Frühstücksbüfett gerät in Gefahr. „Aufgrund des Rahmenhygieneplans dürfen die Kinder sich nicht selbst bedienen. Und da die Mitarbeitenden in den Gruppen zurzeit unabkömmlich sind, fehlt uns die Kraft am Büfett. Zudem kommt die aktuelle Corona-Lage mit allen behördlichen Auflagen und fordert unserem Personal einiges an zusätzlicher Arbeit ab“, erklärte die Leiterin der Kita, Heike Pieper, den Mitgliedern des Ausschusses für Jugend, Familie, Senioren und Soziales auf der Sitzung in der Mensa des Schulzentrums. Um aber gerade in dieser Zeit im Alltag pädagogisch und wertschätzend gerecht zu werden, bat Pieper um die Einstellung ein geringfügig beschäftigten Kraft.

Ausschuss stimmt für Einstellung

„Wir sehen uns in der Verantwortung, den Kindern so viel Normalität, Orientierung und Sicherheit wie möglich zu geben. Dazu gehören ein geregelter, vertrauter Ablauf und damit auch unser tägliches Frühstücksbüfett. Mit den derzeitigen Kräften ist das nicht zu bewältigen“, so Pieper.

Die Ausschussmitglieder folgten letztlich nach kontroverser Diskussion der Bitte von Pieper, stellten aber eine Bedingung: Die Beschäftigung einer „Büfett-Kraft“ gelte nur bis zum Ende des Kindergartenjahres 2020/21, und nur, solange keine FSJ-Kraft (Freiwilliges Soziales Jahr) eingestellt werden konnte. Das gleiche gelte auch für die anderen Kindergärten in der Gemeinde. Dazu muss man wissen, dass es in anderen Kindergärten eine FSJlerin gibt, im Jona-Kindergarten noch nicht.

Doch gerade die mögliche Beschäftigung eines FSJlers oder einer ­FSJlerin als Büfett-Kraft stieß bei der CDU-Fraktion auf Kritik. „Es kann eigentlich nicht sein, dass eine FSJlerin eingestellt wird, um hauswirtschaftliche Tätigkeiten auszuüben. Ziel muss es doch sein, dass diese Person das Berufsbild einer Erzieherin kennenlernt. Dadurch wirkt man auch dem Personalmangel entgegen“, meinte Johannes ­Geesen (CDU). Er plädierte dafür, dass Frühstück wieder gemeinsam in den einzelnen Gruppen einzunehmen.

„Villa Kunterbunt“ ­erhält weiterhin 5000 Euro im Jahr

„Das gesunde Frühstück ist schon wichtig. Wenn es keine FSJler-Kraft gibt, dann gibt es nur die Alternative, eine geringfügig beschäftigte Kraft einzustellen“, meinte Annegret Meyer (BFB/Grüne).

Für die in Trägerschaft der katholischen Kirche stehenden Kitas muss die Kommune einen Betrag von rund 1,5 Millionen als Defizitausgleich aufbringen.   Seit dem Jahr 2001 gibt es das Mütter- und Väterzentrum „Villa Kunterbunt“ in Barßel. Der Mini-Kindergarten habe sich ­bewährt, daher werde die Gemeinde Barßel ihn auch in den kommenden drei Jahren weiter mit ­jeweils 5000 Euro unterstützen.

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