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Bürgermeisterwahl: Steinfelder sagen deutlich "Ja" zu Sebastian Gehrold

Der 49-jährige Regierungsdirektor aus Berlin wurde mit 80,74 Prozent der Stimmen gewählt. Er war der einzige Kandidat für die Nachfolge der bisherigen Amtsinhaberin Manuela Honkomp.

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Ein Blumenstrauß für den Wahlsieger: Sebastian Gehrold (2. von rechts) ist neuer Bürgermeister der Gemeinde Steinfeld. Zu den ersten Gratulanten gehörten die Parteispitzen (von links) Lars Beckmann (SPD), Peter Harpenau (CDU) und Christoph Schlarmann (UWG). Foto: Timphaus

Ein Blumenstrauß für den Wahlsieger: Sebastian Gehrold (2. von rechts) ist neuer Bürgermeister der Gemeinde Steinfeld. Zu den ersten Gratulanten gehörten die Parteispitzen (von links) Lars Beckmann (SPD), Peter Harpenau (CDU) und Christoph Schlarmann (UWG). Foto: Timphaus

Sebastian Gehrold ist neuer Bürgermeister der Gemeinde Steinfeld. Der 49 Jahre alte Regierungsdirektor aus Berlin, gemeinsamer Kandidat von CDU, UWG und SPD, wurde am Sonntag mit 80,74 Prozent der Stimmen zum Nachfolger der bisherigen Verwaltungschefin Manuela Honkomp (parteilos) gewählt, die nach einer Amtszeit von 16 Jahren nicht zur Wiederwahl stand. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,9 Prozent.

Gehrold, der bisher in der Dienststelle der Beauftragten für Kultur und Medien in Berlin arbeitete, verfolgte die Auszählung gemeinsam mit seiner Frau Susan und den 3 Kindern (8, 11, 14 Jahre) im Steinfelder Rathaus. Ebenfalls anwesend waren nahezu der gesamte Gemeinderat sowie weitere Politikinteressierte.

Nach der Bekanntgabe das vorläufigen amtlichen Endergebnisses durch den Ersten Gemeinderat Oliver Netzband sagte Gehrold: "Ich bedanke mich bei allen, die mich gewählt haben, für das Vertrauen – und bei CDU, UWG und SPD für die tolle Unterstützung. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe hier in Steinfeld."

Die Familie zieht im Frühjahr 2023 nach Steinfeld

Weiter teilte der designierte Bürgermeister mit: "Das ist ein tolles Ergebnis, das mir Rückenwind für meine Aufgabe
gibt." Er bedankte sich bei seiner Frau und seinen Kindern, die zunächst in Berlin bleiben, bevor im Frühjahr 2023 der Umzug nach Steinfeld ansteht. "Heute Abend wird etwas gefeiert. Es liegt eine anstrengende Zeit hinter uns. Morgen wird der Wahlausschuss der Gemeinde das Ergebnis offiziell feststellen und dann werde ich eine Woche später mein Amt hier in Steinfeld antreten. Ich freue mich darauf und ich bitte alle um ihre Unterstützung."

Gehrold, der CDU-Mitglied ist, war der einzige Kandidat auf dem Wahlzettel für die Nachfolge von Honkomp. Er wurde von CDU, UWG und SPD gemeinsam unterstützt, nachdem er nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren einziger verbliebener Bewerber gewesen war. Anfang Juni war der Wahlberliner, der in Vechta aufwuchs und sein Abitur 1992 am Kolleg St. Thomas ablegte, offiziell nominiert worden.

Strahlender Wahlsieger: Nach der Feststellung des vorläufigen amtlichen Endergebnisses posiert Steinfelds designierter Bürgermeister Sebastian Gehrold gemeinsam mit seiner Ehefrau Susan für ein Erinnerungsfoto. Foto: TimphausStrahlender Wahlsieger: Nach der Feststellung des vorläufigen amtlichen Endergebnisses posiert Steinfelds designierter Bürgermeister Sebastian Gehrold gemeinsam mit seiner Ehefrau Susan für ein Erinnerungsfoto. Foto: Timphaus

Es war sicherlich nicht der Abend der großen Emotionen. Das war angesichts der Wahlkonstellation aber auch nicht zu erwarten gewesen. Dennoch war spürbar, wie mit jedem ausgezählten Wahlbezirk und dem Einpendeln bei 80 Prozent und mehr Zustimmung die Nervosität und der Druck von dem Regierungsdirektor mehr und mehr abfielen. 

Während der Auszählungsphase hatten Gehrold und seine 3 Kinder sogar noch ausreichend Zeit, um den künftigen Arbeitsplatz von Papa in Augenschein zu nehmen – Probesitzen im Chefsessel inklusive. Manuela Honkomp, seit dem 30. September nunmehr Bürgermeisterin außer Dienst, führte sie persönlich durch das Rathaus.

Die 58-Jährige gehörte auch zu den ersten Gratulanten. Sie übergab im Namen des Kreisverbandes Vechta des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB), bei dem sie bis vor Kurzem als Geschäftsführerin fungiert hat, einen Blumenstrauß und überbrachte die Glückwünsche der Hauptverwaltungsbeamten im Landkreis Vechta.

Parteispitzen sind mit Prozedere und Ergebnis zufrieden

Die Parteispitzen der im Rat vertretenden Fraktionen zeigten sich nach der Wahl zufrieden mit dem Ergebnis. Sie unterstrichen, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei, einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen. 

Der UWG-Vorsitzende Christoph Schlarmann sagte: "Es ist super, dass unser Kandidat so gut bei der Bevölkerung angekommen ist. Es war eine gute Zusammenarbeit." Schlarmann äußerte seine Hoffnung, dass diese faire Kooperation nun auch im Rat zur Regel werde, "auch wenn wir sicherlich nicht immer einer Meinung sein werden". Er fügte hinzu: "Es gibt einiges in Steinfeld zu tun."

Auch der Steinfelder CDU-Vorsitzende Peter Harpenau war froh über das "gute Ergebnis", welches Rückenwind für die kommenden Aufgaben gebe. Er lobte ebenfalls das parteiübergreifende Prozedere. "Wir werden nun 9 gute Jahre in Steinfeld haben."

Der SPD-Vorsitzende Lars Beckmann richtete den Blick in die Zukunft. "Mit können mit Sebastian Gehrold viel erreichen und mit ihm gemeinsame viele Dinge anpacken."

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