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Bürger im Dammer Westen wünschen sich neuen Radweg

Bei der von der Stadtverwaltung veranstalteten Einwohnerversammlung stehen  Bürgermeister Mike Otte, Kämmerer Werner Fischer und Fachbereichsleiter für Planen und Bauen, Rolf Mähler, Rede und Antwort.

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Interessierte Menschen: Zahlreiche Bürger hatten sich zur Einwohnerversammlung der Stadt im Gasthaus Pellenwessel eingefunden. Foto: Röttgers

Interessierte Menschen: Zahlreiche Bürger hatten sich zur Einwohnerversammlung der Stadt im Gasthaus Pellenwessel eingefunden. Foto: Röttgers

"Was ist mit dem Westen, geht das Geld in Damme nur gen Osten?" Diese Frage stellte Ludger Broermann aus Clemens-August-Dorf während der Einwohnerversammlung, zu der die Stadtverwaltung die Bürger in die Gastwirtschaft Pellenwessel eingeladen hatte, an Bürgermeister Mike Otte, Kämmerer Werner Fischer und den Fachbereichsleiter für Planen und Bauen, Rolf Mähler.

Sie hatten zuvor über die vielen Projektplanungen und diversen Bauvorhaben, wie etwa das neue Hauptschulgebäude, und die Pläne für den Olgahafen in Dümmerlohausen der Stadt Damme informiert. Ludger Broermann sagte, nach seiner Wahrnehmung stehe eher der Dammer Osten im Mittelpunkt, statt der Westen, "in dem der größere Anteil der Menschen" lebe. Er wünschte sich zum Beispiel einen neuen Radweg in Dammes Westen, da die jetzige Anbindung schlecht sei.

Rund 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Veranstaltung teil. Bürgermeister Otte ging zunächst auf personelle Veränderungen in der Stadtverwaltung ein und stellte den anwesenden Christoph Bornhorst als seinen Allgemeinen Vertreter ab 1. Juli sowie Ralf Schönhöft als neuen Leiter des Ordnungsamtes für den Ende Juni ausscheidenden Andreas Herzog vor.

Hauptschul-Neubau ist ein "Brocken für den Dammer Haushalt"

Er dankte für die "schon unendliche Hilfsbereitschaft" bei der Betreuung der derzeit rund 160 Flüchtlingen aus der Ukraine in Damme. Mit Blick auf die nun geschätzten Kosten von 14,5 Millionen Euro für den Neubau der Hauptschule sagte er: "Das ist ein Brocken für den Dammer Haushalt." Er sei aber "kein Prophet", was die letztendliche Gesamtsumme anbelange. Immens hohe Investitionen kämen auf die Stadt bei der Umgestaltung des Olgahafens in Dümmerlohausen zu.

Werner Fischer zeigte sich aufgrund des Angriffskrieges auf die Ukraine, der Corona-Pandemie, der Inflation sowie der gestiegenen Energiekosten als Kostentreiber "skeptisch", was den städtischen Haushalt im Jahr 2023 anbelangt: "Die Risiken sind nicht abschätzbar."

Rolf Mähler stellte Bauvorhaben und -planungen in und um Damme vor. So sei die Stadt um eine "Innenstadtentwicklung" im Rahmen des Förderprogramms "Perspektive Innenstadt!" bemüht, um den Kirchplatz aufzuwerten und Spiel- und Aufenthaltspunkte in der Dammer Innenstadt zu gestalten. Besonders wies er auf die "einzigartigen" Klimaquartiere hin, die "Damme als erste Kommune Deutschlands" mit einem Dorfentwicklungsprogramm kombiniere. Bislang profitierten Menschen in Rüschendorf, Dümmerlohausen, Osterfeine, Klünenberg und Langenteilen davon, energetische Investitionen in ihre Gebäude mit bis zu 100 Prozent steuerlich abschreiben zu können.

FDP-Ratsherr für Neuplanung der Rottinghauser Straße

Bürgermeister Otte versicherte, dass "keine Stadtteile abgehängt werden", sodass etwa der Radweg von der Dammer Innenstadt bis Damme-West entlang der Rottinghauser Straße "noch Thema" sein wird. FDP-Ratsherr Jürgen Kurzer sprach sich für eine Neuplanung der Rottinghauser Straße aus, die "stark befahren" sei. Die eingebauten Baumtore führten zu Lärmbelästigungen der Anwohner, da die Kraftfahrzeuge bei Gegenverkehr abbremsen und dann wieder anfahren müssten.

Ludger Broermann regte an, dem Vorbild Steinfelds zu folgen und auch in Damme "mal die Hunde zählen zu lassen", um mit einem steigenden Hundesteueraufkommen mehr Hundekot- und Abfallbehälter aufstellen zu können.

David Pellenwessel schlug vor, im Innenstadtbereich auch an Spielmöglichkeiten für "Kinder unter 3 Jahren" zu denken und den Inklusionsgedanken zu berücksichtigen. "Da fehlt es noch an geeignetem Spielgerät." Von einem "grenzwertigen Gefühl" sprach ein Anlieger in Bezug auf die am Ortseingang Dammes leer stehende Tankstellenanlage. Mike Otte bestätigte: "Bauchschmerzen haben wir alle damit", dass das Einfallstor Dammes von Vörden in solch einem desolaten Zustand sei. Aber, so der CDU-Politiker weiter: Hier sei die Eigentümersituation "nicht ganz einfach", und es gebe "keine neuen Entwicklungen". Er wolle aber ein "Gespräch mit dem Eigentümer über Perspektiven" führen.

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