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Breher will die Stärken der CDU stärken

Die Kreisvorstände der Christdemokraten haben die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher für eine erneute Kandidatur vorgeschlagen.

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Silvia Breher im Deutschen Bundestag    Archivfoto: Höffmann

Silvia Breher im Deutschen Bundestag    Archivfoto: Höffmann

Der Start in das „Superwahljahr“ sei „echt bescheiden“ gewesen, kommentierte die CDU-Bundestagsabgeordnete Silvia Breher die deutlichen Stimmenverluste ihrer Partei bei den jüngsten Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die Ergebnisse hätten deutlich gemacht, dass „wir das Vertrauen unserer Wähler(-innen) zurückgewinnen müssen“, betonte die stellvertretende Bundesvorsitzende während der Wahlkreisdegiertenversammlung zur Aufstellung der Bundestagskandidatin für den Wahlkreis 32 Cloppenburg-Vechta. Eine nachvollziehbare und verlässliche Bekämpfung der Pandemie sei dabei ausschlaggebend.

Ergebnis der geheimen Briefwahl am 25. März

Zuvor hatten die beiden Kreisvorstände den 111 Teilnehmern der Online-Konferenz vorgeschlagen, Silvia Breher erneut als Kandidatin zu nominieren. Gegenvorschläge gab es keine. In einer geheimen Briefwahl werden die Delegierten nun über die Kandidatur abstimmen. Das Ergebnis wird am Donnerstag, 25. März, in der Fortsetzung der Sitzung mitgeteilt.

Die Kreisvorsitzenden Christoph Eilers (Cloppenburg) und André Hüttemeyer begründeten ihren personellen Vorschlag mit der erfolgreichen Arbeit der Abgeordnetin in den vergangenen Jahren: „Silvia Breher hat sich verlässlich gegenüber dem Wahlkreis und den Wähler(-innen) gezeigt“, erklärte Eilers. Ihr Engagement und Einsatz hätten innerhalb kurzer Zeit dazu geführt, dass die Löningerin zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt wurde.

In ihrer Bewerbungsrede bedankte sich Breher für die Unterstützung in den vergangenen Jahren. Im Rückblick erinnerte sie an die Urwahl im Rasta-Dome zur Bundestagswahl 2017, bei der sie sich durchsetzen konnte. „Das war der größte und emotionalste Moment in meinem beruflichen und politischen Leben.“ Es habe einen „Wahnsinns-Wahlkampf“ gegeben mit dem besten CDU-Ergebnis bundesweit. Es sei für sie „Ehre und Auftrag zugleich“, wenn sie die politische Arbeit fortsetzen könne.

Maskenaffäre: Breher verurteilt Kollegen

Erneut verurteilte sie das Verhalten „einzelner Kollegen“ aus der Partei, in der „größten Krise unseres Landes an ihr eigenes Portmonee zu denken“. Die Maskenaffäre sei ein „Schlag ins Gesicht“ besonders für die ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Umso wichtiger sei es nun, das Vertrauen zurückzugewinnen.

„Wir müssen impfen, was das Zeug hält“, formulierte Breher eine klare Forderung. Dabei könne die Politik von der Flexibilität „Made im Oldenburger Münsterland“ lernen. Es sei für ihre Partei dringend erforderlich, einen Zukunftsplan zu entwickeln und lösungsorientiert zu arbeiten. Neue Konzepte müssten es ermöglichen, Öffnungsstrategien zu entwickeln. Es sei nicht einzusehen, dass Schulen geschlossen bleiben müssten, wenn Lehrer geimpft seien. Wichtig sei es, mit neuen Ideen und neuer Flexibilität Wege zur Öffnung des Einzelhandels zu finden.

Abgeordnete will ihr Mandat verteidigen

Grundsätzlich gelte es, die Stärken der CDU zu stärken: Innere Sicherheit, Familie, Wirtschaftskraft, digitale Infrastruktur - „das sind unsere Themen“ Intelligente Lösungen könnten Ökologie und Ökonomie auf einen Nenner bringen. Naturschutz und Tierwohl sei mit der Landwirtschaft, aber nicht auf Kosten der Landwirtschaft zu leisten.

„Ich möchte für eine starke CDU kämpfen, nicht für eine Koalition“, unterstrich Silvia Breher. Insofern wäre sie dankbar, wenn sie wieder antreten dürfe, um ihr Direktmandat zu verteidigen.

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