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Breher übernimmt Hauptrolle auf Online-Parteitag der CDU

Die heimische Abgeordnete gehört dem dreiköpfigen Tagungspräsidium an. Zudem steht ihre Wiederwahl als stellvertretende Parteivorsitzende bevor.

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Spaß an der Moderation: Silvia Breher während der Proben zum Online-Bundesparteitag der CDU im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Foto: CDU/Tobias Koch

Spaß an der Moderation: Silvia Breher während der Proben zum Online-Bundesparteitag der CDU im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Foto: CDU/Tobias Koch

Wieder eine Hauptrolle für Silvia Breher: Die CDU-Bundestagsabgeordnete aus Lindern leitet am Samstag den Online-Bundesparteitag der Christdemokraten, der mit dem Führungswechsel einem Neustart gleichkommen soll.

Breher, die auch CDU-Vizevorsitzende ist, gehört dem dreiköpfigen Tagungspräsidium an – neben Generalsekretär Paul Ziemiak und der Bundestagsabgeordneten Yvonne Magwas. Das Trio wird den gesamten Parteitag über die Aufgabe haben, für den ordnungsgemäßen Ablauf zu sorgen – und muss zugleich die Fähigkeiten eines Fernsehmoderators unter Beweis stellen.

Denn der Online-Parteitag, bei dem die 1001 Delegierten von Zuhause aus ihre Stimme abgeben oder sich mit Redebeiträgen einbringen, kann durchgehend live im Internet über das CDU-TV verfolgt werden. Ebenso überträgt der Sender Phoenix den Parteitag.

Breher kann auf Erfahrungen des Online-Parteitags 2021 bauen

Das sei „eine totale Anspannung“ über die ganze Dauer des Parteitags hinweg, sagte Breher zu OM Online. Allerdings kann sie auf Erfahrungen zurückgreifen. Denn in derselben Funktion als Moderatorin war sie bereits auf dem ersten Online-Parteitag der CDU Mitte Januar 2021. Die Premiere damals, bei der die CDU digitales Neuland betrat, habe „super funktioniert“, sagte Breher.

Während 2021 allerdings die Aufnahmen in einer riesigen Halle des Berliner Messegeländes stattfanden, ist es diesmal eine Nummer kleiner. Die Übertragung findet aus dem Foyer des Konrad-Adenauer-Hauses heraus statt, der Parteizentrale der CDU. Zugeschaltet wird immer wieder das TV-Studio des Konrad-Adenauer-Hauses als zusätzlicher Ort des Parteitagsgeschehens. 

Drehplan zum Ablauf umfasst 74 Seiten

Die Herausforderungen und Abläufe seien aber identisch mit jenen des Online-Parteitags 2021 und mit Präsenzparteitagen, berichtet Breher. Denn es brauche ein Tagungspräsidium (das zuerst durch eine Wahl der Delegierten bestätigt werden muss); zudem gelte es, Regularien abzustimmen.

Ein wichtiger Unterschied zu einem Kongress der Partei als Präsenzveranstaltung sei jedoch, dass es keine Pausen gebe, wie sie entstehen, wenn sich jemand aus dem Präsenzplenum oder aus der Sitzreihe auf der Bühne für eine Rede zum Pult mit Mikrofon begibt. Im Online-Format gebe es solche Unterbrechungen nicht – auch in diesem Sinne habe alles glatt zu laufen bei den Wechseln zwischen Moderatorenpart, Wahlen und Redebeiträgen.

Die Dramaturgie läuft nach einem Drehplan, der 74 Seiten umfasst. Es kämen aber immer wieder Änderungen bei den Ablaufplanungen oder Textbausteinen hinzu, sagt Breher. Die Herausforderung bestehe darin, dass die Technik funktioniere, die Schalten und insbesondere die digitalen Abstimmungen.

Führungsriege wird neu gewählt – nur Breher bleibt 

Die Delegierten wählen die komplette Führungsriege der Partei. Es steht ein Marathon an Bewerbungsreden und Votierungen an. Die Ergebnisse müssen aus rechtlichen Gründen per Briefwahl bestätigt werden. An die Spitze der CDU soll Friedrich Merz als Nachfolger von Armin Laschet gewählt werden. Zuvor hatte die CDU-Basis in einer Mitgliederbefragung mit einer Mehrheit von 62,1 Prozent für Merz votiert.

In der fünfköpfigen Stellvertreterriege ist die 48-jährige Breher die einzige, die zur Wiederwahl antritt – nach der erneuten Nominierung durch die Niedersachsen-CDU. Das ist angesichts der Tatsache, dass der Parteitag einen Neustart markieren soll, etwas Besonderes. Darauf angesprochen sagte Breher, sie sei erst seit Ende 2019 in der Position der stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden, insofern sei auch sie noch neu in dem Führungsgremium.

Breher betont Bedeutung von Teamwork

Zugleich dürfte aber zutreffen, dass Breher weiterhin als hoffnungsvolle Repräsentantin für das gilt, wohin die CDU will: Jünger und weiblicher soll die Partei werden.

Und sie soll vielgestaltig sein. Die verschiedenen Positionen, Flügel und Temperamente sollen zur Geltung kommen – innerhalb einer neu zu formenden Einheit. Genau diese Erwartung stellt die Basis, die mehr eingebunden sein will, an Friedrich Merz und seine Mannschaft.

Breher betonte erneut ihr Credo, dass Parteiarbeit Teamwork sei. Und sie verwies darauf, dass das Motto des Parteitags „#teamcdu“ laute. Nun bestimmt auch ihr Auftritt auf dem Onlineparteitag das Bild der CDU zum Neustart mit. Die Proben klappten. Am Abend wollte sie noch einmal den Text ihrer Bewerbungsrede üben. Sie selbst sei besonders streng mit sich, berichtete Breher.

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