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Böseler Rat verabschiedet einstimmig Haushalt für 2022

Die Gemeinde konnte die Verschuldung auf das Niveau von 2006 zurückfahren. Das Straßen- und Wegenetz in Bösel bleibt jedoch eine Herausforderung.

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Investitionen für die Zukunft: Die Ratsmitglieder sehen in der Gemeinde vor allem Entwicklungsbedarf im Ausbau der Infrastruktur und den Betreuungsangeboten für Kinder.  Foto: Pille

Investitionen für die Zukunft: Die Ratsmitglieder sehen in der Gemeinde vor allem Entwicklungsbedarf im Ausbau der Infrastruktur und den Betreuungsangeboten für Kinder.  Foto: Pille

Der Böseler Gemeinderat hat mit der einmütig Verabschiedung des Haushalts 2022 wichtige Weichenstellungen für die Zukunft vorgenommen. Er biete den finanziellen Rahmen, um die Gemeinde weiterzuentwickeln und lasse auch Raum, weiterhin freiwillige Aufgaben, insbesondere zur Unterstützung des Vereinswesens und für das Ehrenamt allgemein wahrnehmen zu können, sagte Bürgermeister Hermann Block während der Sitzung in der BiB-Arena zu der Vorlage.

Block: „Städtebauliches Wachstum und eine positive Entwicklung der Einwohnerzahlen müssen einhergehen, um als Grundzentrum zwischen Friesoythe und Garrel zukunftsfähig zu bleiben. Wir sind da mit der Städtebauförderung und weiteren Infrastrukturmaßnahmen auf einem guten Weg“. Trotz hoher Investitionen mit wichtigen Impulsen im mittleren Millionenbereich konnte die Gemeinde die Verschuldung deutlich auf das Niveau von 2006 zurückfahren.

„Achillesferse“, so Block, bleibe das kommunale Straßen- und Wegenetz, da könnten die 1 Million für Neubauten und ein sechsstelliger Betrag für Unterhaltungsarbeiten „nur ein erster Schritt“ sein. In die gleiche Kerbe schlug auch der Fraktionsvorsitzende der CDU, Ludger Beeken. Er könne dem Haushalt nur „vorbehaltlos“ zustimmen, denn er biete „den finanziellen Rahmen, um die Ziele als familienfreundliche und aufstrebende Gemeinde zu erreichen“.

Investitionen für Kindertagesstätten und Schulen sind unverzichtbar

Die stetig steigenden Kosten für die Kinderbetreuung seien „gut angelegtes Geld“. Beeken: „Wir sind eine auf Wachstum ausgerichtete Kommune und da sind Investitionen besonders für Kindertagesstätten und Schulen, unverzichtbar“. Bernd Roder sah für die Fraktion „Bündnis Bösel“ ihr „soziale Engagement für Bösel gut umgesetzt“. Er unterstrich dabei die „gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Mehrheitsfraktion“ und lobte den Bürgermeister für eine „umfassende und zeitnahe Informationspolitik“.

Martin Meinerling von der FDP teilte die Einschätzung des Bürgermeisters zum Renovierungsbedarf für marode Gemeindestraßen. Meinerling: „Das ist unsere größte Sorge“. Er nutzte die Gelegenheit der Haushaltsberatung für die Forderung nach einem Jugendparlament und die Abschaffung der Straßenausbausatzung. Matthias Preuth von der Fraktion „Bürger für Bösel“ bedauerte, dass die Gemeinde den aktuellen Betreuungsbedarf nicht erfüllen könne.

Es sei deshalb eine „zwingende Konsequenz“, dass Haushaltsmittel für eine weitere Kita eingestellt worden seien. Er befürchte „die eine oder andere inflationsbedingte Überraschung auf der Ausgabenseite“ sodass es zu einem Nachtragshaushalt kommen werde. Gegen die Stimme von Markus Kühter (AfD) passierte der Haushaltsentwurf den Gemeinderat.

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