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Böseler Ausschuss stimmt für Bebauungsplan "Südlich Neuland"

Auf 2,7 Hektar nordöstlich des Böseler Ortskerns entstehen neue Siedlungen. Schottergärten und geschlossene Einfriedungen wie Mauern und Wellplatten sind nicht zulässig.

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Symbolbild: dpa

Symbolbild: dpa

Eine weitere Hürde hat der Bebauungsplan "Südlich Neuland" im Norden des Ortskerns genommen, denn der Fachausschuss stimmte dem Entwurf mehrheitlich zu, damit er nach dem heutigen Ratsbeschluss öffentlich ausgelegt und das Beteiligungsverfahren anlaufen kann. Ein Glücksfall für Bösel, das eine hohe Nachfrage hat: Auf 2,7 Hektar nordöstlich des Ortskerns können demnächst Bauplätze entstehen.

Wie bereits bei anderen Vorhaben der Gemeinde, muss sie sich bei den Abwägungsvorschlägen auch bei diesem Bebauungsplan mit den Interessen der benachbarten Landwirtschaft auseinandersetzen. Im Falle von "Südlich Neuland" weist die Gemeinde darauf hin, dass bereits bei der Aufstellung des angrenzenden Bebauungsplanes "Nördlich Neuland" (hier entsteht eine Kita) eine „umfassende und sachgerechte Abwägung der immissionsschutzrechtlichen Belange bezogen auf die landwirtschaftliche Geruchssituation“ erfolgte. Durch die „starke landwirtschaftliche Vorprägung der Ortschaft“ sei kein Alternativstandort vorhanden, die Ortsentwicklung könne "zum Erliegen" kommen.

Zu den Einwendungen eines benachbarten Landwirts hieß es, das vorliegende Gutachten berücksichtige die aktuelle, genehmigte betriebliche Situation, die durch die Planungen nicht eingeschränkt würde. Bürgermeister Hermann Block: "Der Betrieb ist bereits eingekesselt." Eine Erweiterung sei "bereits heute nicht mehr möglich", ergänzte Tom Walther vom Planungsbüro, weil Wohnbebauung, Gewerbeflächen sowie die geplante Kita als Immissionspunkte berücksichtigt werden müssten.

Schottergärten und geschlossene Einfriedungen sind verboten

Um einen "ablesbaren Ortsbildcharakter zu schaffen und gestalterische Fehlentwicklungen" der Vergangenheit zu vermeiden, sollen sich im neuen Bebauungsgebiet Fehler wie Schottergärten und Plastikzäune nicht wiederholen. Die örtlichen Bauvorschriften erklären deshalb geschlossene Einfriedigungen wie Mauern oder aus Wellplatten für nicht zulässig, die Verwendung von Gesteins- oder Mineralkörnern wie Kies ist nicht gestattet. Selbst die verwendeten Sträucher, heimische Laubbäume und Obstsorten werden als Beitrag zum Klimaschutz und zur Auflockerung der Siedlungsgestaltung vorgegeben. Auch die zulässige Grundflächenzahl soll limitiert werden, um eine zu starke Versiegelung durch Stellplätze, Zufahrten und Terrassen zu verhindern.

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