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Bösel steckt 2022 viel Geld in Vereine, Kultur und Kitas

Die Gemeinde nutzt ihre gute finanzielle Situation, um Projekte der Vereine zu unterstützen. Bei der Kinderbetreuung muss die Böseler Verwaltung aber langfristig ein größeres Budget einplanen.

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Unterhaltskosten gestiegen: Wegen der neuen Waldgruppe „Florians Entdeckerland“ muss die Gemeinde den Zuschuss für die Kita St. Anna erhöhen. Foto: Pille

Unterhaltskosten gestiegen: Wegen der neuen Waldgruppe „Florians Entdeckerland“ muss die Gemeinde den Zuschuss für die Kita St. Anna erhöhen. Foto: Pille

Die Politik, in diesem Fall der Ratsausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Familie, will die Böseler Vereine auch in diesem Jahr unterstützen. "Der Gemeinde geht es relativ gut", sagte Bürgermeister Hermann Block. Deshalb seien freiwillige Leistungen an die Vereine weiterhin möglich.

Der SV Bösel möchte seine Flutlichtanlage im Bürgermeister-Elsen-Stadion auf LED-Technik umstellen. Dieses Vorhaben verschlingt fast 63.000 Euro, die der Fußballverein nicht alleine stemmen kann. 18.832 Euro steuert die Gemeinde hinzu, weitere Zuschüsse in Höhe von fast 38.000 Euro kommen von Bund, Landkreis und Kreissportbund, sodass der SV noch einen Eigenanteil von 6277 Euro aufbringen muss.

Auch der SV Petersdorf rüstet seine Beleuchtung für 55.764 Euro auf LED um. 16.730 Euro zahlt die Gemeinde als Zuschuss. Dem Verein bleiben noch 5577 Euro als Eigenanteil.

Schützen setzen auf Elektronik

Für 40.000 Euro möchte die Schützenbruderschaft Petersdorf ihre Schießanlage mit vier Kleinkaliber- und sechs Luftgewehrständen auf Elektronik umrüsten. Für die Kinder soll es eine mobile Lichtpunktanlage geben. Die Gemeinde gibt 10.000 Euro, weitere Mittel kommen von der NBank und dem Diözesanverband. Die übrigen 18.750 Euro will der Verein über einen Kredit finanzieren.

Der Reit- und Fahrverein benötigt einen Mehrzwecklader für die Arbeiten beim Reitgelände. Kosten: 47.000 Euro. Der Ausschuss akzeptierte einstimmig einen Zuschuss von 14.100 Euro. Am Ende bleibt dem Verein die Kreditaufnahme in Höhe von 23.100 Euro, zudem steuert er 9000 Euro an Spenden dazu.

Vereinbarung mit der Kirche bringt Einsparungen bei den Kitas

Der Fachausschuss stimmte auch zu, dass der Literaturpreis über 2000 Euro der Borsla-Vereinigung von der Gemeinde finanziert wird. 15.300 Euro – 2300 Euro mehr als im Vorjahr – zahlt die Gemeinde an die Kreismusikschule. 64 Schülerinnen und Schüler nutzen sie derzeit.

Im Finanzplan der Gemeinde für die Jahre 2023 und 2024 sind insgesamt 30.000 Euro eingeplant für ein Buchvorhaben des Heimatvereins, dem bereits eine Vorfinanzierungsgarantie in Aussicht gestellt wurde. Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens plant der Verein die Herausgabe eines „Böseler Buches“ mit meist historischen Bildern und Texten. Im Jubiläumsjahr 2024 wird deshalb auch der Münsterlandtag des Heimatbundes in Bösel abgehalten.

Einen erheblichen Finanzierungsaufwand erwartet die Gemeinde auch weiterhin für die Krippen und Kindergärten. Die Haushaltsansätze passierten einstimmig den Fachausschuss. Für die Finanzierung der laufenden Betriebskosten wurde mit dem Bischöflich Münsterschen Offizialat eine Vereinbarung abgeschlossen. Danach trägt die Gemeinde einen Finanzierungskostenanteil von 85 Prozent, das BMO als Kita-Träger 15 Prozent. Für die Gemeinde bedeutet das eine jährliche Einsparung von 80.000 Euro. Der Ansatz für den St. Raphael-Kindergarten beträgt jetzt 449.500 Euro (minus 15.500 Euro) und für St. Anna 316.000 Euro. Das sind 70.000 Euro mehr wegen der Einführung des Waldkindergartens „Florians Entdeckerland“. Für die Kita in Petersdorf verringert sich der Betrag um 5000 Euro auf 155.00 Euro.

Gemeinde spart schon für weiteren Kindergarten

Zu den Kosten hinzu kommen Aufwendungen für die ausgelagerte Gruppe in Altenoythe, eine Übergangs-Kita im Gewerbegebiet sowie die Krippen St. Raphael, St. Anna und Petersdorf.

Zudem sollen die Spielplätze saniert werden. 200.000 Euro hat die Verwaltung dafür veranschlagt. Allen Beteiligten war klar, dass die Kapazitäten auch nach allen Aufwendungen für neue Einrichtungen nicht ausreichen. Für die Planung einer fünften Kita legte die Gemeinde bereits Geld zurück.

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