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Bösel bringt Gewerbeflächen auf den Markt

Die Erschließung des neuen Gebiets "Westerloh" soll im Sommer beginnen. Es kommen schon jetzt Anfragen von Privatpersonen als auch Spielhallen – obwohl diese eigentlich unerwünscht sind.

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Es kann losgehen: Bauamtsleiter Christoph Burtz, Bürgermeister Hermann Block und Bauhofleiter Thomas Wichmann (von links) installierten das Bauschild auf dem neuen Gewerbegebiet in Westerloh. Im Hintergrund das Kalksandsteinwerk. Foto: Pille

Es kann losgehen: Bauamtsleiter Christoph Burtz, Bürgermeister Hermann Block und Bauhofleiter Thomas Wichmann (von links) installierten das Bauschild auf dem neuen Gewerbegebiet in Westerloh. Im Hintergrund das Kalksandsteinwerk. Foto: Pille

Mit der Errichtung eines Bauschildes haben Bösels Bürgermeister Hermann Block und Bau-Fachbereichsleiter Christoph Burtz das Signal für die Belebung des 5,6 Hektar großen ersten Abschnitts im neuen Gewerbegebiet "Westerloh" gegeben. Die Erschließungsarbeiten sind mittlerweile ausgeschrieben worden, Angebote müssen bis zum 9. Februar bei der Gemeinde vorliegen.

Dann beginnen zum Sommer etwa die Bodenarbeiten und die Asphaltierungen der beiden vorgesehenen Straßen. Der Gemeinderat hat auch bereits die Straßennamen in dem Gewerbegebiet festgelegt: Schmiedestraße und Weberstraße. Der Landkreis hatte seine Genehmigung für das neue Gewerbegebiet daran geknüpft, dass es sich an ein bereits bestehendes anschließt. Das ist durch die Nachbarschaft des Kalksandsteinwerkes in Westerloh der Fall.

Die Nachfrage nach den Grundstücken, sei bereits lebhaft, sagte Hermann Block. Etliche Gespräche seien gelaufen, weitere anberaumt. Vier Unternehmen hätten bereits Grundstücke reservieren lassen. Für die Bewerbungen bittet der Bürgermeister, nur komplette Entwürfe einzureichen. Der Verkauf beginnt dann im Frühjahr, so Block. Er betonte die Bedeutung der gewerblichen Flächenvorratspolitik, wies jedoch darauf hin, dass zunächst nur ein Teilgebiet entwickelt wird, und damit wegen der hohen Kosten auch nur ein Regenrückhaltebecken. Dieses entsteht im niedrigsten westlichen Teil des Gebiets. Für die Gesamtfläche liegen in der Schublade des Rathauses bereits Pläne, mit denen das Gewerbegebiet auf insgesamt zehn Hektar erweitert werden könnten.

Betriebsleiterwohnungen sind möglich, aber das Grundstück wird teurer

Der Gemeinderat hat den Verkaufspreis für Grundstücke auf 27 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Das ist möglich, weil die Gemeinde die Gewerbeflächen über die Wirtschaftsförderung subventioniert. Die Flächen, so Burtz, eignen sich auch für die Errichtung von Betriebsleiterwohnungen, wobei "zunächst die gewerbliche Einheit zu bauen ist". 50.000 Euro kommen dann allerdings dazu, ebenso wie der Kanalbeitrag für den Oldenburgisch Ostfriesischen Wasserverband (OOWV). Teurer soll es aber für Vergnügungsstätten wie Spielhallen werden, da behält sich die Gemeinde eine Einzelfallentscheidung über die Höhe des Kaufpreises offen. Die Auswahl soll "nach Preis und Planungskonzept" gefällt werden. Hintergrund: Sie seien eigentlich unerwünscht, jedoch in diesem Gewerbegebiet letztlich nicht zu verhindern, erklärt Block. Mehrere Anfragen liegen bereits vor.

Auf der Höhe der Einfahrt zum Sandabbaugebiet Mildenberger in Westerloh wird nun auf der L 35 Bösel-Friesoythe eine Linksabbiegespur hinzugefügt, um eine sichere Zufahrt zum Gebiet zu ermöglichen.

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