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Bloß keine Schottergärten: Neubaugebiet in Altenoythe nimmt auf dem Papier Form an

Bei der jüngsten Ausschusssitzung war das Gebiet "In der Neuen Kämpe" Thema. Steinige Gärten lösten Diskussionen aus. Außerdem hat die Verwaltung 800 Baumöglichkeiten aufgetan.

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Viel Grün: Der Landkreis  empfahl, die Grünfläche am östlichen Ende des Baugebiets wegen möglicher Geruchsbelastung zu erweitern. Die farbigen Punkte zeigen die zu erwartenden Immissionswerte an. Grafik: Stadt Friesoythe

Viel Grün: Der Landkreis  empfahl, die Grünfläche am östlichen Ende des Baugebiets wegen möglicher Geruchsbelastung zu erweitern. Die farbigen Punkte zeigen die zu erwartenden Immissionswerte an. Grafik: Stadt Friesoythe

Es gibt gute Nachrichten für Häuslebauer in Altenoythe: Das 5,1 Hektar große Baugebiet "In der Neuen Kämpe" nimmt auf dem Papier weiter Form an. Der Ratsausschuss für Planung, Umwelt und Klimaschutz beschloss in seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch den Bebauungsplan einstimmig.

Gerade in Altenoythe gebe es laut der Stadt Friesoythe eine besonders starke Nachfrage von jungen Familien nach Grundstücken für Einfamilienhäuser. Deswegen wolle man die wohnbauliche Entwicklung vor Ort sichern. Die circa 50 Bauplätze von einer Größe zwischen 585 und 750 Quadratmetern im östlichen Bereich des Siedlungsgebiets sollen helfen.

Das Gebiet erstreckt sich länglich zwischen den Straßen „Zu den Kämpen“ und „Hohefelder Weg“. Dazwischen soll eine Verbindungsstraße entstehen. Südlich grenzt die Wohnsiedlung „An der Riege“, nördlich verläuft die „Altenoyther Straße“. 

Der Bebauungsplan überzeugt mit vielen Grünflächen

Der Bebauungsplan kam bei den Ausschussmitgliedern gut an; besonders das viele Grün. "Zukunftsweisend", nannte Norbert Rehring (SPD/Grüne) das Projekt. Neben drei öffentlichen Grünflächen samt Regenrückhaltebecken soll die Wallhecke mit vorhandenen Gehölzen erhalten bleiben.

Der Landkreis Cloppenburg empfahl, die Waldfläche am östlichen Ende des Gebiets um drei Grundstücke zu erweitern. Aus dem Nordosten bestehe Geruchsbelastung durch landwirtschaftliche Betriebe. Die Emissionen seien aber zumutbar, meint der Bereichsleiter der Bauverwaltung, Bernhard Krone. 

Schottergärten sollen im Neubaugebiet verboten sein

In den textlichen Festsetzungen zu dem Gebiet wird auch die Gartengestaltung bestimmt. Stein- und Schottergärten sollten im Neubaugebiet prinzipiell verboten werden, beschlossen die Ausschussmitglieder. Zuerst war eine Formulierung vorgesehen, die nur eine Überschreitung der zulässigen Grundfläche von 45 Prozent unterbindet. Das könnte aber den unerwünschten Effekt des Interesseweckens fördern, erklärte Eike Baran (SPD/Grüne). 

Die steinige Gartengestaltung löste Diskussionen aus. Andreas Tameling und Heinrich Lücking (beide CDU/FDP) sprachen sich gegen ein generelles Verbot aus. Bürgermeister Sven Stratmann (SPD) nannte Schottergärten eine Katastrophe. Aber es gehe um mehr als nur den persönlichen Geschmack, meinte Baran. Der Umweltschutz stehe im Vordergrund.  

Es gibt über 800 Baumöglichkeiten im Stadtgebiet

Im Allgemeinen war das Erschließen von neuem Bauland ein großes Thema bei der Ausschusssitzung. So auch das Baulückenkataster, das die Friesoyther Verwaltung schon lange beschäftigt. Mittlerweile habe die Stadtverwaltung bebaubare Grundstücke ermittelt, berichtet Krone. Das Ergebnis: Über 800 Baumöglichkeiten im Stadtgebiet, die zu einer Fläche von 700.000 Quadratmetern zusammengefasst werden können. "Das ist beeindruckend zu sehen", findet Ratsfrau Pia van de Lageweg (SPD/Grüne). 

Veröffentlicht werde die fertig erstellte Karte allerdings noch nicht. Denn dafür brauche es die Zustimmung von den jeweiligen Eigentümern und Eigentümerinnen, erklärt Krone. Die Stadt möchte alle Betroffenen direkt anschreiben. Das Kataster soll für Klarheit sorgen, in welchen bereits bebauten Gebieten noch Potenzial steckt, so Krone weiter. Denn der sparsame Umgang mit Grund und Boden sei der Stadt wichtig, so Krone weiter.

Der Bürgermeister könne sich in dem Kataster eine Art Ampelsystem vorstellen, inwieweit die Eigentümer und Eigentümerinnen zu einem Verkauf bereit wären. Er glaube, dass die Karte bei der zukünftigen Baugrundsuche helfen könne. Aus Erfahrungen berichtete Stratmann: "Viele Leute erlangen erst dadurch die Erkenntnis, dass ihr Grundstück sich als Baufläche ermöglicht." 

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