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Bitter, aber notwendig

Thema: Minister Habeck und die Energiewende – Habeck muss die Trümmer der alten Energiepolitik beseitigen und dabei eine nachhaltige Zukunft sichern – entgegen lauter Kritik. Das tut er zurzeit.

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Deutschland tauscht den größtmöglichen Schurken unter den Gaslieferanten gegen kleinere fragwürdige Lieferanten ein. Das ist bitter, aber notwendig und besonders für einen grünen Wirtschaftsminister hart. Den deutschen Nachhaltigkeitspreis wird Robert Habeck für seinen Besuch in Katar und Abu Dhabi nicht bekommen. Es spricht für den Minister, dass er das selbst auch so sieht. Aber er tut das, was unumgänglich ist – und darüber hinaus tütet er geschickt ein Wasserstoffgeschäft für die Zukunft ein.

Deutschlands Regierungen haben in der Energiepolitik lange tief geschlafen, sich von Putin abhängig gemacht und die Energiewende auf halber Strecke abgebrochen. Diese Trümmer muss Habeck erstmal wegräumen, bevor er zum Neuaufbau kommt. Die deutsche Industrie ist größtenteils weiter: Sie will den Umstieg, weil sie genauso in der Abhängigkeit und damit der Preisspirale gefangen ist. Thyssenkrupp will bereits in drei Jahren Grünen Stahl herstellen. Mittelständler investieren reihenweise in die Erneuerbaren. Die Wirtschaft wird zum Treiber der Energiewende. Dafür hat sie mit Robert Habeck einen Minister an ihrer Seite, der sie unterstützt.

Er muss schleunigst die Bedingungen schaffen und sich gegen mächtige Interessen wie etwa des Bauernverbands durchsetzen, der die Agri-PV-Pläne der Regierung ablehnt und lieber weiter Geld mit Pflanzen für Biodiesel verdienen möchte. Auch Naturschützer und andere Lobbygruppen werden sich wehren. Der Wirtschaftsminister muss diese Einwände wegmoderieren. Das ist bitter, aber notwendig – anscheinend genau die richtige Aufgabe für Robert Habeck.

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