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Betrübte Einsichten

Thema: Die Debatte um die Gender-Sprache - Um die Frage der geschlechtergerechten Sprache tobt ein Kulturkrieg. Was dabei fehlt, ist Raum für Schattierungen, für Positionen des zweifelnden Abwägens.

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Wie hätten Sie's gerne? Mit Sternchen, Doppelpunkt, Binnen-I oder lieber ohne? Um die Frage der sogenannten geschlechtergerechten Sprache tobt seit einigen Jahren ein Kulturkrieg, der auch das deutsche Fernsehen (Petra Gerster) erreicht hat.

Hannover gehört zu jenen Kommunen, in denen linke politische Mehrheiten ihre Sicht der Dinge durchsetzen. Konservative empört das, sie beklagen Sprachpanscherei sowie eine ideologisch begründete Verhunzung des Deutschen. Bedauerlich ist, dass es in dieser Debatte kaum Raum für Schattierungen gibt, für Positionen des zweifelnden Abwägens. Wie so häufig in unserer erregten Zeit.

Wer, wie der Autor dieser Zeilen, Töchter hat, der weiß, dass Sprache etwas mit den Köpfen der Kinder macht. Auch in meinen Gute-Nacht-Geschichten gibt es häufiger weibliche Heldinnen – und das Wort "Kanzlerin" ist für meine Kleinen normal. Gottlob.

Wasser auf die Mühlen derer, die einen übergriffigen Staat beklagen

Und trotzdem betrübt es mich, wenn eine Stadtverwaltung die ideologischen Positionen ihrer Spitze in Blei gießt und Mitarbeitern wie Bürgern zwangsweise überstülpt. Wenn es stimmt, dass in Protokollen sogar nachträglich in manchen Aussagen ein Genderstern eingefügt wird, ist das empörend.

Dass sich dann auch noch im regenbogen-bunten Berlin eine "Professorin für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien“ findet, die im Grundgesetz ein Gebot zum Gendern erkennt, verlangt mir nur ein Lächeln ab. Man staunt nur noch ungläubig. Und weiß: Diese Angelegenheit ist Wasser auf die Mühlen derer, die einen übergriffigen und ideologischen Staat beklagen.

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