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Bestattungswald in den Bührener Tannen?

Während die Cloppenburger Kirchengemeinde St. Andreas ihren Bestattungswald eingeweiht hat, gibt es Ideen, zusätzlich naturnahe Beisetzungen anzubieten. Zum Beispiel in den Bührener Tannen.

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Foto: Britta Pedersen/dpa

Foto: Britta Pedersen/dpa

Während die Cloppenburger Kirchengemeinde St. Andreas kürzlich einen Bestattungswald eingeweiht hat, gibt es Überlegungen für weitere Angebote in der Kreisstadt. Zwei Vorträge dazu hörten die Mitglieder des Planungs-, Umwelt- und Energieausschusses.

Wie Ernst-August Bergmann erklärte, könnte eine 60 Hektar große Fläche in den Bührener Tannen künftig ebenfalls für naturnahe Beisetzungen genutzt werden. „Wir haben die Fläche gemeinsam mit Vertretern der Friedwald GmbH begutachtet. Sie waren begeistert“, sagte der Verwaltungsdezernent im Forstamt Ahlhorn. Die Grundstruktur stimme, ein Parkplatz sowie eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr seien zudem schon vorhanden.

Für die Stadt würden laut Bergmann keine Kosten entstehen. Die Herrichtung und Bewirtschaftung würden durch Friedwald-Mitarbeiter und die Landesforsten erledigt. „Das Einzugsgebiet liegt bei rund 30 Kilometer Umkreis. So ist mit 100 Bestattungen im Jahr zu rechnen, neun davon direkt aus dem Stadtgebiet“, führte Bergmann aus. Bei diesem Anbieter werde auch immer ein Andachtsplatz mit angelegt.

Arbeitsgemeinschaft zeigt verschiedene Möglichkeiten

Dagmar Kuhle von der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal aus Kassel hatte zuvor verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt. „Die Art der Bestattung hat sich etabliert“, sagte sie. Bei einer Anbindung an den Friedhof gebe es Vor- und Nachteile. So entstehe dort teilweise ein echtes Naturgefühl und es gebe oftmals mehr Grabschmuck. Positive sei die Nähe zum Wohnort und die gute Anbindung.

Wie Fachbereichsleiter Björn Drebbermüller erklärte, hat die Stadtverwaltung unter anderem auch Kontakt zur Kirche aufgenommen. „Die Vertreter haben dort zwar nichts dagegen, befürchten aber eine Abwanderung“. Mit den Preisen von einigen Anbietern könne man auch nicht mithalten.

Für Jan Oskar Höffmann stellt sich dabei die Frage, ob der Bedarf besteht oder das kirchliche Angebot bereits ausreicht. „Wir müssen die Kirche nicht vor Konkurrenz schützen, aber das sollten wir prüfen“, so der SPD-Fraktionschef. Er hoffe auf eine gemeinsame Perspektive der Fraktionen. „Es ist ein sensibles Thema. Da wäre es schade, wenn es parteipolitische Spannungen geben würde".

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