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"Berliner Kissen" sollen Raser in Essen ausbremsen

Die SPD fordert die Einführung in viel befahrenen Straßen. In Quakenbrück sorgen die Bodenschwellen bereits für eine Verkehrsberuhigung.

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Termin vor Ort: Die SPD-Ratsmitglieder Dr. Sonja von Berg, Oliver Winkler, Michael Schneiders, Detlef Kolde und Renate Biemann  begutachten die "Berliner Kissen" auf der Artlandstraße in Quakenbrück. Foto: SPD Essen

Termin vor Ort: Die SPD-Ratsmitglieder Dr. Sonja von Berg, Oliver Winkler, Michael Schneiders, Detlef Kolde und Renate Biemann  begutachten die "Berliner Kissen" auf der Artlandstraße in Quakenbrück. Foto: SPD Essen

In Essen wird oft zu schnell gefahren. Das findet die SPD-Fraktion und fordert Gegenmaßnahmen. Eine davon sind Bodenschwellen, sogenannte "Berliner Kissen", die Fahrer zum Abbremsen zwingen. In Quakenbrück gibt es sie bereits, weshalb die Lokalpolitiker sich jetzt die Wirkung vor Ort anschauten. 

Tempo 30-Zonen gibt es in Essen bereits seit Jahren. Zwar hielten sich die Autofahrer zunächst an die Geschwindigkeitsreduzierung. Inzwischen habe sich aber ein Gewöhnungseffekt eingestellt, sagt Ratsherr Oliver Winkler. Die Folge: Es wird wieder gerast.  Um das  Problem in den Griff zu bekommen, könnten "Berliner Kissen" nun die Lösung sein, glaubt Winkler. 

Auf der viel befahrenen Artlandstraße in Quakenbrück sorgen die 3 Meter langen und 1,80 Meter breiten Hindernisse für ein moderates Durchschnittstempo, will die SPD beobachtet haben. Die Schwellen  bestehen demnach aus umweltfreundlichem und sehr robustem Recycling-Gummi. Die Platten haben eine Tragkraft von 40 Tonnen bei einer Achslast von 15 Tonnen.

Das modulare System könne ohne Weiteres zusammengefügt und somit individuell auf alle Einsatzorte abgestimmt werden, hat die SPD nach eigenen Angaben erfahren. Die roten Schwellen werden längs zur Fahrbahn verlegt und sollen dank weißer Reflexflächen auch bei Dunkelheit gut sichtbar bleiben. "Über einen längeren Zeitraum haben wir dort den fließenden Verkehr beobachtet", berichtet Winkler. Die Pkw sei deutlich langsamer unterwegs. 

Und wie geht es jetzt weiter? Auf Antrag der SPD soll der Essener Gemeinderat jetzt über eine Verkehrsberuhigung auf besonders belasteten Straßen beraten. Die Sozialdemokraten denken dabei unter anderem an die Wilhelmstraße, die Ahauser Straße, die Straße Auf der Hardt, die August-Meyer-Straße und den Calhorner Kirchweg.  Im aktuellen Gemeinderat hat die SDP sechs Sitze, die CDU 15 und die AfD einen.

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