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Beim neuen Corona-Schutzkonzept gibt es Optimierungsbedarf

Thema: Kritik am Corona-Schutzkonzept – Manche Anmerkungen zum Entwurf der neuen Regelungen sind durchaus nachvollziehbar. Auch deshalb liegt jetzt viel Arbeit vor dem Bundestag.

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Ein in Parlamenten geflügeltes Wort besagt, dass kein Gesetz so aus den parlamentarischen Beratungen rausgeht, wie es hineingekommen ist. Man darf getrost davon ausgehen, dass dies auch für die von Oktober an geltende Corona-Schutzverordnung gilt. Die zahlreichen Wortmeldungen von Lobbyverbänden und aus den Bundesländern lassen schon jetzt erkennen, dass es noch Änderungswünsche und Optimierungsbedarf gibt.

Zumal dabei einige durchaus gewichtige, einleuchtende Anmerkungen gemacht wurden. Manches, wie etwa die differenzierte Maskenpflicht, die den Zeitraum seit Impfung oder Genesung zum Kriterium macht, ist wohl tatsächlich nicht alltagstauglich. Und die Idee hinter der unterschiedlichen Behandlung von Grund- und weiterführenden Schulen wird vermutlich nicht nur Lehrerinnen, Lehrer und Eltern interessieren.

Irritierend ist allerdings, dass Arbeitgeber und Verbände, aber beispielsweise auch der Virologe Hendrik Streeck vor einem "Flickenteppich" warnen. Diesen Flickenteppich wird es geben, und das aus gutem Grund. Wie schon 2020 und 2021 werden sich die entscheidenden Zahlen – welche auch immer das am Ende sein mögen – von Bundesland zu Bundesland, von Landkreis zu Landkreis unterschieden. Darauf muss man abgestuft reagieren können.

Dafür jedoch – und an diesem Punkt haben die Kritiker recht – bedarf es eindeutig definierter Zahlen für den Gesundheitsbereich sowie die jeweils zugeordneten Instrumente. Dass all das noch nicht vorliegt, ist ein Versäumnis, das der Bundestag ausbaden muss. Man darf gespannt sein.

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