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"Beidseits der Lethe": Dorfregion neu im Dorfentwicklungsprogramm

In den Gemeinden Garrel und Großenkneten dürften die Sektkorken knallen. Die Dorfregion "Beidseits der Lethe" wurde ins Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen.

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Beidseits der Lethe: Vertreter der Gemeinden Garrel und Großenkneten, des Bürgervereins „Wir in Nikolausdorf“ sowie des Amtes für regionale Landesentwicklung posierten an der Lethe.   Foto: Schrimper

Beidseits der Lethe: Vertreter der Gemeinden Garrel und Großenkneten, des Bürgervereins „Wir in Nikolausdorf“ sowie des Amtes für regionale Landesentwicklung posierten an der Lethe.   Foto: Schrimper

Gemeinsam wollen sie Grenzen überwinden: Dafür hatte sich die Dorfregion „Beidseits der Lethe“ ein zweites Mal für das niedersächsische Dorfentwicklungsprogramm beworben. Mit Erfolg. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz verkündete am Freitag, dass der Zusammenschluss der Kirchdörfer Beverbruch und Nikolausdorf westlich der Lethe in der Gemeinde Garrel sowie der Dörfer Halenhorst, Bissel, Haschenbrok, Hengstlage, Döhlen und den Alhorner Fischteichen östlich der Lethe in der Gemeinde Großenkneten eine von zehn weiteren Regionen ist, die aufgenommen wurden. 

"Wir freuen uns riesig", sagte Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann auf Nachfrage von OM-Medien. Die Mühen hätten sich gelohnt. "Wir haben viel Arbeit in das Projekt gesteckt, haben ein Programm mit unseren Stärken und Schwächen ausgearbeitet und jetzt wurden wir belohnt." Der Verwaltungschef dankt allen Akteuren, die sich für den Erfolg eingesetzt haben.

Jetzt gehe die eigentliche Arbeit aber erst richtig los. "Es werden Arbeitskreise gebildet, die den Ist-Zustand beurteilen und die gemeinsam Potenziale ausschöpfen. Für jedes Projekt, das erarbeitet wird, müssen wir dann einen neuen Antrag stellen und auf eine Genehmigung mit entsprechender Fördersumme hoffen", erklärt Höffmann, der in diesem Zusammenhang auch ausdrücklich die gute Zusammenarbeit der beiden Kommunen lobt. Er freue sich auf alles, was jetzt komme. "Der Start könnte besser nicht sein. Denn: Obwohl die Lethe die Gemeinden Garrel und Großenkneten sowie zwei Landkreise teilt und diese Regionen früher eine stark unterschiedliche Konfessionszugehörigkeit aufwiesen, fühlen sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Dörfer einander stark verbunden." 

Für Aufnahme ins Programm mussten sich Dorfregionen in einem Wettbewerb qualifizieren

Aktuell befinden sich 226 Dorfentwicklungsverfahren mit insgesamt 825 Dörfern in dem Programm, das eines der zentralen Förderinstrumente für die ländlichen Räume ist. Für die Aufnahme in das Programm mussten sich die interessierten Dorfregionen im Rahmen eines Wettbewerbs qualifizieren. Insgesamt waren 26 Anträge bei den vier Ämtern für regionale Landesentwicklung (ArL) eingegangen. Anschließend entschied ein Ranking über die Aufnahme in das Programm.

Die neu aufgenommenen Dorfregionen verteilen sich quer über Niedersachsen – sie reichen von der Nordseeküste bis in den Harz, darunter zum Beispiel auch Emden,  Lünne, Melle-Ost, Auetal, Siedenburg oder Bad Grund. 

Die Förderung löse Eigeninitiative, Eigenleistung und kreative Umsetzungsmöglichkeiten aus

Mit der Aufnahme von elf neuen Regionen wird das Dorfentwicklungsprogramm im Hinblick auf die neue EU-Förderperiode und auf den Sonderrahmenplan Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) fortgesetzt. Gerade in den ländlichen Räumen löse die Förderung Eigeninitiative, Eigenleistung und kreative Umsetzungsmöglichkeiten für kleine aber auch größere Projekte aus, sagte Ministerin Barbara Otte-Kinast.

Ein Erfolgsfaktor der Dorfentwicklung ist die Kombination aus der Erarbeitung nachhaltiger Zukunftsbilder durch die Unterstützung der Entwicklungsprozesse und der Förderung darauf abstellender Maßnahmen und Einzelprojekte.

Besondere Bedeutung haben in diesem Zusammenhang die Fördermaßnahmen der ZILE-Richtlinie zur integrierten ländlichen Entwicklung, die auf Mittel des EU-Programms PFEIL zur Entwicklung des ländlichen Raums und der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes – GAK“ zugreift.

Verpassen Sie nichts von der Landtagswahl in Niedersachsen am Sonntag. Wer regiert in den nächsten 5 Jahren? Wer zieht in den Landtag in Hannover ein?  Alle Ergebnisse aus allen Wahlkreisen und den Städten und Gemeinden im OM finden Sie auf unserer Themenseite, inklusive Liveticker. 

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