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Bei Energieeinsparung sind Dammer auf gutem Weg

Sechs Schulen und fünf Kindergärten machen mit beim Projekt "Energiesparen macht Schule in Damme". Nun gibt es erste Erfolge zu verkünden. Anne-Marie Kruse informierte den Schulausschuss.

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Das Projekt zeigt Erfolg: Alle Schulen – hier das Gymnasium Damme – haben im Schuljahr 2020/21 gegenüber dem Referenzjahr Wasser gespart. Je nach Schule waren es zwischen rund 5 bis mehr als 50 Prozent. Foto: E.Wenzel

Das Projekt zeigt Erfolg: Alle Schulen – hier das Gymnasium Damme – haben im Schuljahr 2020/21 gegenüber dem Referenzjahr Wasser gespart. Je nach Schule waren es zwischen rund 5 bis mehr als 50 Prozent. Foto: E.Wenzel

Die sechs Schulen in der Trägerschaft der Stadt Damme und fünf Kindergärten sind in Sachen "verantwortungsbewusster Umgang mit Energie" auf einem guten Weg. Das ging zumindest aus dem Bericht hervor, den Anne-Marie Kruse vom in Bielefeld ansässigen "e&u energiebüro" bei der Sitzung des Schul-, Jugend- und Sozialausschusses am Mittwoch im Rathaus vorstellte.

Zum Hintergrund: Am 1. Juni 2019 ist in den elf Dammer Bildungseinrichtungen das 50/50-Energiesparmodell "Energiesparen macht in Damme Schule" gestartet. Das vom Bund mit 65 Prozent geförderte Projekt zielt zum einen darauf ab, Energie in den Gebäuden zu sparen, zum anderen aber soll es den Klimaschutz und dessen Notwendigkeit in den Köpfen der Kinder und Jugendlichen verankern. Das Bielefelder Büro begleitet die Stadt und die Einrichtungen bei diesem Projekt.

Das Projekt läuft noch bis 2023. Es  soll aber nach Worten des städtischen Klimaschutzmanagers Roman Fehler danach weitergehen.

„Die Kinder und Jugendlichen sollen lernen, sorgsam und bedarfsgerecht mit der Energie umzugehen, weil das auch eine CO₂-Einsparung bedeutet.“Anne-Marie Kruse, Büro "e&u"

"Die Kinder und Jugendlichen sollen lernen, sorgsam und bedarfsgerecht mit der Energie umzugehen, weil das auch eine CO₂-Einsparung bedeutet", sagte Anne-Marie Kruse den Ausschussmitgliedern, die unter dem Vorsitz der Christdemokratin Natalie Schwarz tagten. Die Nutzer eines Gebäudes könnten 5 bis 15 Prozent des Energieverbrauchs beeinflussen.

Von den Einsparungen bei den Energiekosten profitieren sowohl die Stadt, die 50 Prozent der Mittel erhält, als auch die Schulen und Kindergärten. Je 25 Prozent des eingesparten Geldes behält die jeweilige Einrichtung, die anderen 25 Prozent fließen in einen gemeinsamen Topf, bei dessen Aufteilung unter anderem auch die Schüler- beziehungsweise Kindergartenkinderzahl entscheidend ist.

Zwei Bausteine sind im Projekt wesentlich

Damit es zu Energieeinsparungen kommt, sieht das Modell zwei wesentliche Bausteine vor. Der eine ist eine regelmäßige Analyse des Energieverbrauchs in einem Gebäude. So werden die Hausmeister zum Beispiel darin geschult, die Heizungsanlagen optimal auszusteuern. Der zweite Baustein: Die pädagogischen Kräfte treffen sich einmal im Jahr mit Anne-Marie Kruse, um sich über Einsparpotenziale zu informieren.

Stromverbrauch ist in Schulen deutlich gesunken

Das alles wirkte sich bereits positiv aus. Nach Worten der Expertin haben sich in manchen Bereichen deutliche Einsparungen gegenüber 2018 als Referenzjahr ergeben. So sei der Stromverbrauch in den Schulen im Schuljahr 2019/20 um 4,77 Prozent und im vergangenen Schuljahr um 9,11 Prozent gesunken, hieß es.

Beim Wasserverbrauch seien 22,63 beziehungsweise 36,58 Prozent eingespart worden. Hier hätten ausnahmslos alle sechs Schulen im Schuljahr 2020/21 gegenüber dem Referenzjahr gespart: zwischen rund 5 bis weit mehr als 50 Prozent. 

Bei der Wärme stand laut Bericht ein Minus von 4,59 Prozent im Schuljahr 2019/20 einem Plus von 6,17 Prozent im Schuljahr 2020/21 gegenüber. Anne-Marie Kruse nannte das Lüften etwa von Klassenräumen als wahrscheinlichsten Grund; das Öffnen der Fenster ist zwecks Pandemie-Prävention vorgeschrieben. 

Schulen sparten 2019/20 28,7 Tonnen CO2 ein

Bei den CO₂-Emissionen verzeichnete das Bielefelder Büro für die sechs Schulen im Vergleich zum Referenzjahr nach einem Minus von 28,7 Tonnen in 2020/21 im vergangenen Schuljahr ein Plus von 4,97 Tonnen. In Prozent: minus 3,93 zu plus 0,62. Letzterer Wert sei noch akzeptabel, erklärte Anne-Marie Kruse. Bei den Kindertagesstätten liegen die Emissionswerte in den beiden Jahren in absoluten Zahlen bei  minus 6,12 und minus 3,24 Tonnen CO₂ beziehungsweise bei minus 3,13 und minus 1,39 Prozent, berichtete Kruse.


Einstimmig hat der Ausschuss im weiteren Verlauf der Sitzung dem Verwaltungsausschuss empfohlen zu beschließen, die Stadt Damme solle sich auch von 2022 bis 2024 an den Kosten für die allgemeine Sozialberatung des Caritas-Sozialwerks im Haus der Caritas am Dammer Kirchplatz beteiligen. Zwei Drittel der Kosten trägt das Bischöflich-Münstersche Offizialat. Von den restlichen Kosten soll die Stadt Damme 50 Prozent oder rund 9900 Euro übernehmen.  Die übrigen Mittel sollen die Südkreis-Kommunen Holdorf, Neuenkirchen-Vörden und Steinfeld aufbringen. 

Allgemeine Sozialberatung führte vergangenes Jahr 279 Gespräche

Die 50 Prozent als Dammer Anteil seien gerechtfertigt, weil etwa 50 Prozent der Hilfesuchenden bei der allgemeinen Sozialberatung aus Damme stammen, erklärte der städtische Sozialarbeiter Gerd Dieter Braß bei der Ausschusssitzung.  

2020 hätten sich 155 hilfesuchende Haushalte an die Caritas gewandt. Es habe 279 Beratungsgespräche gegeben, sagte Gerd Dieter Braß weiter, der auf die gute Zusammenarbeit der Sozialämter in den vier Südkreiskommunen mit der seit 2012 existierenden allgemeinen Sozialberatung hinwies. 

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