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Bei der Corona-Prävention wird wieder zu spät und zu wenig getan

Thema: Testpflicht für Einreisende aus China – Fatalerweise gibt es in der EU kein einheitliches Vorgehen und Zaudern. Das war bereits ganz zu Beginn der Pandemie ein fataler Fehler.

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Der Schutz vor dem Corona-Virus ist erneut geradezu dringlich geworden. In China grassiert eine gewaltige Infektionswelle. Neue Virusvarianten könnten sich global ausbreiten. Umso unverständlicher ist es, dass die Regierungen der EU-Staaten und Brüssel mehrere Tage gebraucht haben, um sich über eine Präventionsstrategie zu verständigen.

Herausgekommen ist dabei leider nur eine Empfehlung, eine Testpflicht für Personen einzuführen, die aus China einreisen. So herrscht in Europa ein Flickenteppich-Prinzip, was zur veritablen Gefahr werden kann.

Gerade einmal 7 von 27 EU-Mitgliedsländern ziehen an einem Strang, indem sie die Testauflage verfügen. Das heißt auch: Wer aus China über einen Zwischenaufenthalt in einem Land ohne obligatorischen Negativ-Nachweis nach Deutschland kommt, könnte für die Verbreitung einer Mutation sorgen.

„Es ist besser, bei der Pandemie-Bekämpfung eine Spur strikter zu sein.“Giorgio Tzimurtas, Reporter

Zu spät und zu wenig – dieses Verhalten war schon zu Beginn der Corona-Pandemie ein fataler Fehler. Blicken wir zurück: Als Ende 2019 längst bekannt war, dass in China ein neuartiges Corona-Virus grassiert und bereits Todesopfer gefordert hat, herrschte weiterhin ein reger Flugverkehr in Richtung EU. Nicht einmal Temperaturmessungen wurden bei den Ankömmlingen vorgenommen. Und: Als von einigen Staaten doch Flugverbindungen gesperrt wurden, wurden sie vom Virus über Transit-Airports heimgesucht, weil es eben an einem einheitlichen Vorgehen in der EU mangelte.

Die Lehre lautet: Es ist besser, bei der Pandemie-Bekämpfung eine Spur strikter zu sein. Eine Selbstverständlichkeit ist das bedauerlicherweise noch nicht.

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