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Behutsam, aber bestimmt

Thema: Mehr Hilfe für Familien in der Krise - Die Lohnfortzahlungen nehmen den Familien den finanziellen Druck. Gleichzeitig muss über die schrittweise Öffnung der Kitas diskutiert werden.

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Zehn statt sechs Wochen: So lange sollen künftig die Lohnfortzahlungen für Eltern andauern, die ihre Kinder während der Corona-Krise wegen des eingeschränkten Kita- und Schulbetriebs zu Hause betreuen müssen.

Das heißt: Jedes Elternteil kann Lohnersatzzahlungen für zehn statt bisher sechs Wochen beanspruchen. Das ist ein finanzieller Puffer, der den Eltern mit Sicherheit etwas Druck nimmt. Besonders Alleinerziehenden, die nach Beschluss des Bundestages bis zu 20 Wochen unterstützt werden sollen. Die Zahlungen sind sicherlich gut gemeint, kommen aber reichlich spät. Ein weiteres Problem lösen sie ebenfalls nicht: Die Diskussionen um weitere, schrittweise Öffnungen von Kitas. Ein behutsamer, aber ambitioniert organisierter und koordinierter Weg muss gefunden werden, um ein Stück Normalität zurückzuerlangen. Das bedeutet jedoch nicht, dass alles Hals über Kopf geschehen kann. Die Studien zu Corona-Ansteckungen bei Kindern spielen eine elementare Rolle. Einschätzungen von Virologen wie Christian Drosten sind unabdingbar, damit der Betrieb sukzessive wieder hochgefahren werden kann.

Ein weiteres Problem bleibt ebenfalls ungelöst: Was passiert mit den Schulkindern? Machen die Schulen nach den Sommerferien normal auf? Und wenn nicht, was dann? Ein Anfang ist mit den Zahlungen gemacht – und der ist ja bekanntlich die Hälfte vom Ganzen. Der Rest muss jetzt unter Einbezug aller Faktoren wohlüberlegt geregelt werden. Behutsam, aber bestimmt. Zeitig, aber nicht übereifrig. So könnt's gehen.

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