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Beeken: "Cloppenburg ist reif für einen Zebrastreifen"

Auf Beschluss des Rates soll die Verwaltung verschiedene Möglichkeiten einer Überquerung an der Friesoyther Straße und an der Hagenstraße prüfen. Die Lokalpolitiker formulierten bereits ihre Wünsche.

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Wunsch oder doch künftig Realität: Die Verwaltung soll die Möglichkeit von Zebrastreifen prüfen. Fotomontage: Hermes

Wunsch oder doch künftig Realität: Die Verwaltung soll die Möglichkeit von Zebrastreifen prüfen. Fotomontage: Hermes

Sie sind seit einigen Jahren immer mal wieder Thema in den politischen Gremien, nun standen Zebrastreifen im Mittelpunkt einer Debatte im Cloppenburger Stadtrat. Hintergrund ist ein Antrag der Gruppe Grüne/UWG, die an der Friesoyther Straße einen sicheren Übergang zum Mehrgenerationenpark schaffen möchte.

Der Park sei für alle Altersgruppen eingerichtet worden und werde von vielen Senioren sowie Kindern und Jugendlichen besucht. Die Bewohner des St.-Pius-Stifts, die Schulkinder der Paul-Gerhardt-Grundschule sowie die Kinder des Kindergartens Schwedenheim gehören nach Angaben der Gruppe zu den ersten Nutzerinnen und Nutzern. Der konkrete Antrag sah für diesen Standort einen Zebrastreifen vor, doch letztlich sprach sich der Rat mehrheitlich für eine offene Prüfung aller Möglichkeiten aus.

Gefährliche Situation an der Hagenstraße

Zudem soll der Bereich an der Hagenstraße zwischen dem Soestebad und dem Stadtpark unter die Lupe genommen werden. Die dortige Situation mit einer farblich gekennzeichneten, rechtlich aber irrelevanten Fläche sei gefährlich. Fußgänger und Radfahrer hätten keinen Vorrang, viele würden diesen Bereich aber in diesem Glauben nutzen. 

Wie Alexandra Kramer von der UWG berichtete, sei der Zebrastreifen die beste Lösung: "Unter anderem lernen Kinder hier die Verkehrserziehung." Sie hätten außerdem eine hohe Akzeptanz und würden die Sicherheit verbessern, wenn sie der Verkehrssituation entsprechend gut ausgeführt sind. Im Vergleich zum Zebrastreifen sei eine Dunkelampel viel teurer und eine Überquerungshilfe lediglich gut gemeint.

„Wichtig ist eine gegenseitige Rücksichtnahme, es gibt Radfahrer und Fußgänger, die sich nicht korrekt verhalten“Prof. Dr. Marco Beeken (CDU)

Jan Oskar Höffmann (SPD) wollte allerdings einer Prüfung nicht vorweggreifen und das, obwohl er ein "glühender Verfechter" von Zebrastreifen sei. Es müsse etwas getan werden, da sei man sich einig. Nur die Ausgestaltung müsse eben untersucht werden. Prof. Dr. Marco Beeken (CDU) sprach sich ebenfalls für eine Prüfung aus, aber: "Cloppenburg ist reif für einen Zebrastreifen. Das geht in anderen Kommunen doch auch." Dem Vorwurf von Kramer, dass rücksichtsvolle Autofahrer in der Kreisstadt eine Rarität seien, trat Beeken entgegen. "Wichtig ist eine gegenseitige Rücksichtnahme, es gibt Radfahrer und Fußgänger, die sich nicht korrekt verhalten." 

Ob nun an einer der beiden Stellen ein oder sogar zwei Zebrastreifen kommen, ist ungewiss. So erklärte Polizei-Präventionsbeauftragter Andreas Bonk bereits nach der Fachausschussitzung gegenüber der Redaktion: "Aus beruflicher Sicht bin ich gegen einen Zebrastreifen.“ Gespräche mit Fachleuten hätten ergeben, dass die Gefahr besonders für Kinder unter 10 Jahren zu groß sei. „Sie können oftmals die Geschwindigkeiten von Autos nicht richtig einschätzen“, sagt Bonk dazu. Auch die untere Verkehrskommission hatte in der Vergangenheit stets so argumentiert.

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