Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Bauprojekte an Holdorfer Schulen schreiten weiter voran

Für die Barbaraschule in Langenberg werden mögliche Varianten durchgerechnet und für den Umbau der Georg-Kerschensteiner-Schule wird ein Planungsbüro gesucht. Die Maßnahme könnte im Herbst beginnen.

Artikel teilen:
Das Konzept von Katharina Belz diente als Entscheidungshilfe für den Umbau der Georg-Kerschensteiner-Schule.   Grafik: Belz

Das Konzept von Katharina Belz diente als Entscheidungshilfe für den Umbau der Georg-Kerschensteiner-Schule.   Grafik: Belz

Die Diskussionen über die Erweiterung der Barbaraschule in Langenberg gehen weiter. Aktuell ermittelt Thomas Kocks vom Ingenieurbüro Rechtien für die Verwaltung die Kosten und den Flächenbedarf für mögliche Bauvarianten. Die Baumaßnahme an der Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) in Holdorf ist da schon weiter. Der Schul- und Kulturausschuss hatte sich in seiner letzten Sitzung auf die Ausbauvariante 4 „Erweiterung Osten“ geeinigt. Diese sieht vor, die bestehende Feuerwehrzufahrt zu verlegen und das Gebäude in Richtung der Unterstellmöglichkeiten beim HSV zu erweitern.

Aktuell werde die Aula als Lehrerzimmer genutzt, da die ursprünglichen Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten. Im Haushalt sind für diese Baumaßnahme insgesamt 700.000 Euro eingeplant. 300.000 für 2022 und 400.000 Euro für 2023. Jan-Dierk Brand (CDU) sagte in der letzten Ausschusssitzung, dass Variante 4 von den meisten Mitgliedern befürwortet werde. Schulleiter Raimund Haskamp bezeichnete diese als „kostengünstigste und praktikabelste“ Lösung. Dr. Wolfgang Krug beschreibt den weiteren Ablauf folgendermaßen: Als nächstes würden Planungsbüros angeschrieben, ob sie Interesse hätten – und zu welchen Konditionen –, das Projekt umzusetzen. Im April sollte dann klar sein, wer den Auftrag erhält. Krug schätzt, dass dann im Herbst mit den Umbauarbeiten begonnen werden kann.

Die Situation an der Barbaraschule: Aktuell sind an der Schule fünf Klassen, aber es gibt nur vier Unterrichtsräume. Aus diesem Grund wurde der Werkraum umfunktioniert. „Schon seit einem Halbjahr kann unseren Schülern kein entsprechender Kunst- und Werkunterricht vermittelt werden.“ Die Schule schreibt in ihrem inzwischen erweiterten Antrag: „Mit Blick auf die Schülerzahlen werden wir im Schuljahr 2023 wieder zwei Klassen im Jahrgang 1 einschulen. Somit benötigen wir ab Sommer 2023 insgesamt sechs Klassenräume.“ Die Schule brauche eine Mensa (40 Plätze), die Kapazitäten im benachbarten Barbara-Heim, wo die Schüler essen, seien begrenzt, einen Mehrzweckraum, zwei Klassenräume sowie Differenzierungs- und Förderräume – und begründet dies unter anderem damit, dass die Anzahl der Schüler, die am Ganztag teilnehmen, mittlerweile auf 30 angewachsen sei, Tendenz steigend. Für deren Hausaufgabenbetreuung und kreative Arbeitsgemeinschaften sei ein Mehrzweckraum nötig.

Eine Möglichkeit der Erweiterung der Barbaraschule ist ein Anbau auf der Vorplatzfläche. Sie wurde 2013 im Rahmen der Dorferneuerung gestaltet und genießt daher einen 12-jährigen Bestandsschutz. Foto: HeinzelEine Möglichkeit der Erweiterung der Barbaraschule ist ein Anbau auf der Vorplatzfläche. Sie wurde 2013 im Rahmen der Dorferneuerung gestaltet und genießt daher einen 12-jährigen Bestandsschutz. Foto: Heinzel

Diese Ausgangslage wurde auf der letzten Sitzung des Schul- und Kulturausschusses diskutiert. Jan-Dierk Brand (CDU) sagte: „Über die Sinnhaftigkeit wird es hier keine Diskussion geben.“ Es müsse aber über die Finanzierbarkeit und darüber, was unbedingt notwendig sei, gesprochen werden. Man brauche konkrete Zahlen, um innerhalb der Fraktionen beraten zu können. Die Haushaltssituation werde in den nächsten Jahren nicht besser und es sei "unsere Aufgabe, die Kosten im Blick zu haben".

Zwei Varianten kristallisierten sich in der Debatte heraus: ein Anbau in gerader Linie vom jetzigen Gebäude bis zum Steinfelder Damm oder ein zweigeschossiger Anbau mit Aufzug. Ob die Fläche des Vorplatzes dafür zur Verfügung stünde, muss noch geklärt werden. Der Platz wurde 2013 im Rahmen der Dorferneuerung neu gestaltet, bei einer geförderten Fläche besteht in der Regel eine verpflichtende Nutzung von zwölf Jahren. Ein Bau vor Ablauf dieser Zeit müsste mit der Förderstelle abgestimmt werden.

Für die Schulerweiterung hat die Gemeinde bereits 1 Million Euro in den Haushalt eingeplant. Bereits auf der letzten Sitzung des Schulausschusses überschlug Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug die Kosten und landete oberflächlich gerechnet bei rund 2 Millionen Euro. Sollte diese Schätzung zutreffen, bedeute dies für das Bauvorhaben eine europaweite Ausschreibung, womit es nicht mehr realistisch erscheine, die Räumlichkeiten bis zum 1. August 2023 zur Verfügung zu stellen.

Die Konsequenz: eine Übergangslösung – wahrscheinlich mittels mobiler Container. Auch darüber werde in der nächsten außerordentlichen Sitzung des Schul- und Kulturausschusses zu sprechen sein, die voraussichtlich Ende März in der Barbaraschule stattfinden soll. „Wir müssen jetzt abwarten, welche Preise dem Ganzen zugrunde liegen“, sagt Dr. Wolfgang Krug.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Bauprojekte an Holdorfer Schulen schreiten weiter voran - OM online