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Baukindergeld für mehr als 37.000 Familien in Niedersachsen

Das Förderprogramm ist wegen Corona bis zum 31. März verlängert worden. Ab sofort müssen Baugenehmigungen und Kaufverträge bei Antragstellung vorgelegt werden.

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Symbolfoto: dpa

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In Niedersachsen haben bisher 37 100 Familien eine Zusage für staatliches Baukindergeld erhalten. Das entspricht 788,3 Millionen Euro an Eigenheim-Zuschüssen, die die Förderbank KfW seit dem Start des seit September 2018 laufenden Programms bis Ende Dezember 2020 verbuchte. 

«Das Baukindergeld hat sehr vielen - vor allem jungen - Familien geholfen, ein Eigenheim zu finanzieren. Damit kommt es genau bei denjenigen an, denen es am meisten hilft», bilanzierte KfW-Vorstandsmitglied Ingrid Hengster. Bundesweit zählte die KfW 309 948 Zusagen, gut 6,5 Milliarden Euro Fördergelder seien für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie in diesem Rahmen bisher ausgeschüttet.

Seit dem 18. September 2018 winkt Familien für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie der staatliche Zuschuss. Pro Kind gibt es 12.000 Euro, ausgezahlt in zehn Jahresraten zu je 1200 Euro. Insgesamt stehen 9,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Zuschuss konnte rückwirkend beantragt werden: von Eltern oder Alleinerziehenden, die seit dem 1. Januar 2018 eine Baugenehmigung erteilt bekommen oder einen Kaufvertrag unterschrieben haben.

An der Leistung gab es immer wieder Kritik. So hieß es etwa, das Baukindergeld feuere die Immobilienpreise weiter an oder es profitierten Familien, die das Geld eigentlich nicht nötig hätten. Nach Angaben der KfW haben die meisten Antragsteller ein oder zwei Kinder (85 Prozent) und ein durchschnittliches zu versteuerndes Einkommen von weniger als 50.000 Euro (75,3 Prozent).

Anträge können bis Ende 2023 gestellt werden. Zudem hat die Bundesregierung den Förderzeitraum bis zum 31. März 2021 verlängert, weil es wegen der Corona-Pandemie beim Bauen und beim Hauskauf teilweise zu Verzögerungen kam. Nun kann die Leistung beantragen, wer bis zum 31. März 2021 eine Baugenehmigung erhält oder einen Kaufvertrag für eine Immobilie unterschrieben hat. Von Freitag (22. Januar) an müssen Antragsteller zusätzlich zum Grundbucheintrag Kaufverträge und Baugenehmigungen einreichen.

Die mit Abstand meisten Baukindergeld-Zuschüsse flossen den KfW-Angaben zufolge bisher in das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dort wurden seit 2018 gut 64 400 Familien mit fast 1,4 Milliarden Euro gefördert.

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