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Baugebiet in Halen ist einen Schritt weiter

Die Änderung des Flächennutzungsplans wurde im Rat der Gemeinde mehrheitlich beschlossen. Befürworter haben 203 Unterschriften eingereicht.

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Südlich der Marienstraße sollen 100 Bauplätze entstehen, die in Etappen zum Verkauf angeboten werden. Archivfoto: Thomas Vorwerk

Südlich der Marienstraße sollen 100 Bauplätze entstehen, die in Etappen zum Verkauf angeboten werden. Archivfoto: Thomas Vorwerk

Für das geplante Baugebiet südlich der Marienstraße in Halen hat der Rat der Gemeinde die dafür nötige Änderung des Flächennutzungsplans als Satzung beschlossen. In der vorangegangenen Sitzung des Planungsausschusses waren eingegangene Anregungen und Bedenken vorgetragen und abgewogen worden. Darunter auch die Stellungnahmen einiger Halener Einwohner, die den Platz als nicht geeignet betrachten. Sie wollen jetzt vor Gericht ziehen.

Gegen das Projekt ist auch SPD-Ratsherr Ulrich Kalvelage. "Aus meiner Sicht ist dies der falsche Ort. Die Siedlung wird infrastrukturell neu erschlossen werden müssen, was teuer wird." Nötige Zuschüsse würden die Gemeinde belasten und zudem würde dort der Grundstein für eine Weiterentwicklung gelegt, wobei der dörfliche Charakter Halens zusehends verloren ginge, befürchtet Ulrich Kalvelage. Außerdem bezweifelt der Ratsherr, dass bei einem Grundstückspreis von rund 145 Euro pro Quadratmeter überhaupt ausreichend Käufer für die 100 Plätze zu finden seien.

Fischer macht sich keine Sorgen, auf den Grundstücken sitzenzubleiben

Diese Sorgen teilt Bürgermeister Michael Fischer in keiner Weise. Nicht nur, dass im Rathaus bereits hunderte Voranfragen für Halen und das künftige Gebiet in Hesselnfelde vorliegen, es wurden zudem jüngst in der Verwaltung 203 Unterschriften von Bauwilligen und weiteren Personen eingereicht, die sich explizit für das Baugebiet an geplanter Stelle aussprechen. "Ich habe keine Bedenken, dass wir die Grundstücke nicht verkaufen können", so Fischer. Bei zwei Gegenstimmen der SPD und zwei Enthaltungen durch die FDP wurde der Beschluss mehrheitlich gefasst. 

Damit ist aber längst noch nicht alles beschlossene Sache. Einige Anwohner haben sich zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen. Mittlerweile wurde eine Anwaltskanzlei aus Münster eingeschaltet, die sich unter anderem auf Planungsrecht spezialisiert hat. In der Sitzung des Planungsausschusses am 15. September äußerten die Juristen in einer schriftlichen Eingabe erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens der Verwaltung bei den Planungen. Der Gang zum Oberverwaltungsgericht ist angekündigt.

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