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Bauausschuss sagt Ja zu Gewerbegebiet

Der Dinklager Bauausschuss gibt dem Plan "Östlich Dinklager Ring" sein Okay. Die Naturschützer bleiben skeptisch und kündigen Widerstand an.

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Bald könnten hier die Hallen der Firma Thees stehen. Foto: Archiv

Bald könnten hier die Hallen der Firma Thees stehen. Foto: Archiv

Mit Mehrheit hat der Dinklager Bauausschuss den Plan für ein neues Gewerbegebiet "Östlich Dinklager Ring" empfohlen; inklusive ist die nötige Änderung des Flächennutzungsplanes. Nun beraten der Verwaltungsausschuss und abschließend der Rat. 

Schon einmal war das Gewerbegebiet Thema. Damals allerdings gab es Protest. Die Pläne wurden korrigiert, ein Waldstück aus dem Geltungsbereich gestrichen. Um Rechtssicherheit für die Umsetzung der eigenen Ideen zu haben, hatte die Firma Thees, die auf dem Areal bauen möchte, auf einen Neustart des Prozesses bestanden. Heißt: Die Pläne wurden wieder öffentlich ausgelegt, Naturschutzverbände, der Landkreis oder Anlieger konnte ihre Stellungnahmen abgeben.  

In Vorbereitung auf die Bauausschusssitzung hat die Stadtverwaltung diese nun – unterstützt von einem Fachbüro – bewertet. Gemeldet hatten sich unter anderem der Landkreis Vechta und Naturschutzverbände. Das Ergebnis der Abwägung wurde durch Vertreter des Fachbüros, der NWP Planungsgesellschaft, den Ausschussmitgliedern vorgestellt. Fazit: Die Pläne hätten nicht gravierend geändert werden müssen, heißt es in der Abwägungserklärung. 

Naturschutzverbänden bleibt die Normenkontrolle

Überzeugen konnte dies das Dinklager Bürgerforum nicht. Die Fraktionsmitglieder äußerten weiterhin Bedenken, was den Schutz von Natur und Umwelt angeht. Das Abstimmungsergebnis war dennoch klar: Bei 2 Gegenstimmen seitens des Bürgerforums und einer Enthaltung aus der CDU-Fraktion empfahl das Gremium die nötige Änderung des Flächennutzungsplans sowie den Bebauungsplan. 

In nächster Instanz ist der Verwaltungsausschuss gefragt. Dieser wird in seiner nicht-öffentlichen Sitzung am 21. September (Montag) sein Votum abgeben. Der Stadtrat wird dann am 29. September (Dienstag) abstimmen. Die Flächennutzungsplanänderung wiederum wird nochmals dem Landkreis vorgelegt. 

Naturschützer wollen gegen Pläne vorgehen

Die Naturschutzverbände kündigten schon auf der Bauausschusssitzung an, nicht aufgeben zu wollen. Was genau geplant ist, verrieten sie nicht. Generell gibt es die Möglichkeit eine Normenkontrolle durch das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg zu beantragen. Dabei geht es allerdings nur um mögliche Formfehler im Verfahren selbst. 

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