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Barßel will Ortskern attraktiver gestalten

Es ist viel geplant – das Zentrum ist jetzt offiziell ein Sanierungsgebiet. Dabei hilft ein Förderprogramm, das der Gemeinde bei Baumaßnahmen finanziell unter die Arme greift.

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Soll künftig der Vergangenheit angehören: Derartige Leerstände von Geschäften könnten im Ortskern von Barßel durch das Förderprogramm begleitet werden. Foto: Passmann

Soll künftig der Vergangenheit angehören: Derartige Leerstände von Geschäften könnten im Ortskern von Barßel durch das Förderprogramm begleitet werden. Foto: Passmann

Um die Ortsmitte in Barßel attraktiver zu gestalten, ist die Gemeinde Barßel in das Städtebau-Förderprogramm „Erneuerungsmaßnahmen Barßeler Ortsmitte“ für Privateigentümer des Landes aufgenommen worden. Barßels Ortsmitte ist damit offiziell ein Sanierungsgebiet.

Um die Eigentümer in den Genuss der Zuschüsse kommen zu lassen, verabschiedete der Ausschuss für Wirtschaft, Planung, Umwelt und Klimaschutz die entsprechenden Förderrichtlinien. Somit können in den kommenden 8 bis 10 Jahren umfangreiche Bau- und Ordnungsmaßnahmen sowohl im öffentlichen als auch privaten Bereich im Stadtumbaugebiet umgesetzt werden.

„Das Förderprogramm soll den zentralen Versorgungsbereich stärken und den Funktionsverlust und demografischen Wandel in der Innenstadt bewältigen, sowie den Ort zum Wohnen, Arbeiten und Leben attraktiver werden lassen“, erklärt Beate Lange, stellvertretende Bereichsleiterin der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH, (DSK), einem bundesweit tätigen Stadtentwickler, der für die Gemeinde als Sanierungsbeauftragter auftritt.

Mit den Fördergeldern kann Barßel sein Ortsbild verbessern

Vor 3 Jahren ist die Gemeinde in das Förderprogramm aufgenommen worden. Um in den Genuss der Gelder zu kommen, müssen Hausbesitzer mit der Gemeinde Barßel und der DSK einen Vertrag abschließen. In erster Linie geht es bei dem Projekt darum, das Ortsbild zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise auch leerstehende Gebäude. So können unter anderem Fassaden, Türen, Fenster oder Schaufensterfronten mithilfe der Fördermittel erneuert werden. Die Zuschüsse betragen maximal 30 Prozent. Die Höchstgrenze liegt bei 50.000 Euro.

„Für die Häuslebesitzer werden in der nächsten Zeit Infoblätter ins Haus flattern“, sagt Lange. Dabei bleibe zu hoffen, dass es eine große Resonanz der Barßeler Bürger gebe. Ratsherr Hans Eveslage (CDU) wünschte sich eine Ausweisung des Fördergebietes. „Es wäre wünschenswert, wenn noch der Mühlenbereich in das Sanierungsgebiet einfließen könnte. Damit könnten Anreize für die künftige Nutzung des Müllerhauses für private Investoren geschaffen werden.“ Auch Hannes Coners von den Grünen wünschte sich eine Erweiterung des Sanierungsgebietes um die Ammerländer Straße.

Das sei leider nicht möglich, entgegnet Matthias Gunnemann von der DSK. Die Gemeinde sei gerade erst in das Förderprogramm aufgenommen worden. Da sei es ein schlechtes Zeichen nach Hannover, das Gebiet jetzt zu verändern. Dazu bestehe vielleicht in den kommenden Jahren eine Möglichkeit.

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