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Bakumer Straßen sollen saniert werden

6 Straßen im Gemeindegebiet sollen nach dem Willen des Straßen- und Gebäudeausschusses saniert werden. Profitieren würden die Ortsteile Vestrup, Westerbakum und Carum.

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Soll 2021 saniert werden: der Abschnitt der Sütholter Straße zwischen Essener Straße (L843) und dem Südholzer Ring. Foto: Kessen

Soll 2021 saniert werden: der Abschnitt der Sütholter Straße zwischen Essener Straße (L843) und dem Südholzer Ring. Foto: Kessen

Der Bakumer Straßen- und Gebäudeausschuss hat dem Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung eine Rangfolge für Straßenausbauten in 2021 empfohlen. Zudem wurde über zwei Bebauungspläne sowie den Ausbau von Genossenschaftswegen beraten.

Grundlage für die Entscheidung über die Ausbaurangfolge waren die eingereichten Vorschläge der Bezirks- und Wegevorsteher, die der Ausschuss im Zuge einer Bereisung auch begutachtet hatte. Auf Platz 1 steht mit dem im Volksmund genannten "Kirmesweg" aber eine Lüscher Straße, die in diesem Jahr gar nicht beantragt worden ist. Die Ausschussmitglieder waren sich jedoch einig, dass diese Straße "dringend" saniert werden müsse. Zudem seien die finanziellen Mittel schon im diesjährigen Haushalt veranschlagt worden, erklärte Bürgermeister Tobias Averbeck. Die Baukosten für den 840 Meter langen Abschnitt würden circa 250.000 Euro betragen.

Vorschlag der Verwaltung wird berücksichtigt

Auf Platz 2 folgt der Genossenschaftsweg Nr. 8 und 40 in Vestrup, dort werden Baukosten in Höhe von etwa 139.000 Euro für den 570 Meter langen Abschnitt fällig. Zudem wurde der Vorschlag der Verwaltung, die "Sütholter Straße" im Ortsteil "Molkenstraße" auszubauen, an dritter Stelle berücksichtigt. "Dort muss unbedingt gehandelt werden", meinte Averbeck. Der 700 Meter lange und mit circa 171.000 Euro kalkulierte Ausbau sei "vom Volumen her gut machbar". Auf den weiteren Plätzen folgten die Gemeindestraße Nr. 8 in Westerbakum (Baukosten etwa 98.000 Euro für 400 Meter), "Up'n Rao" in Vestrup (Baukosten etwa 147.000 Euro für 600 Meter) und "Bei den Gänsekuhlen" in Carum (Baukosten etwa 93.000 Euro für 380 Meter).

Voraussetzung für den tatsächlichen Ausbau der Straßen sei immer die gesicherte Finanzierung, betonte Hans-Rainer Hesler (CDU). Es könne nämlich nicht sein, dass sich das Bauamt mit vielen Anträgen befassen muss, wo die Anlieger ihren Anteil überhaupt nicht zahlen wollen, sagte Hesler. Dazu meinte Franz Hölscher (CDU), dass darauf in den Anfragen bei den Bezirks- und Wegevorstehern explizit hingewiesen werde.

Zuschüsse für 2 Genossenschaftswege

Der Ausschuss befasste sich neben der generellen Ausbaurangfolge auch mit 2 Ausbauvorhaben von Genossenschaftswegen mit Schlacke. Konkret geht es um den Genossenschaftsweg Nr. 98 (Holtesch) in Hausstette und Nr. 20 in Vestrup (Bereich ehemaliger Bahnhof). Die Gemeinde wird sich bei den Vorhaben in Höhe der Schlackenkosten beteiligen: In Hausstette werden circa 5.100 Euro für die Bereitstellung der Schlacke auf 515 Metern fällig, in Vestrup sind es auf 610 Metern in etwa 6.000 Euro.

Beide Straßen sollen laut Empfehlung des Ausschusses erstmals als Schlackenweg auf eine Breite von 3 Metern ausgebaut werden, die Kosten neben der Bereitstellung der Schlacke würden die jeweiligen Wegegenossenschaften übernehmen. Heseler regte an, in den nächsten Haushaltsberatungen "einheitliche Regeln", was zum Beispiel den Einbau von Rasengittersteinen angehe, festzulegen. "Dann haben die Bürger Klarheit, was geht und was nicht", meinte Heseler.

Berdings Busch: Vermarktung der Bauplätze hat begonnen

Ein weiteres Thema waren die Bebauungspläne "Berdings Busch IV" und "Dorfgebiet, Bereich ehemalige Hofstelle Haskamp". Averbeck erläuterte, dass im Baugebiet "Berdings Busch IV" mit der Vermarktung der Bauplätze in der letzten Woche begonnen worden sei. "Deswegen sollte das Gebiet jetzt erschlossen werden", sagte der Verwaltungschef. Die Planungen sehen laut Averbeck eine 7,5 Meter breite Straße in Pflasterbauweise mit 3 Verkehrsinseln zur Verkehrsberuhigung vor. Zudem gebe es einen recht großen Wendehammer, damit die Müllabfuhr wieder aus der Siedlung herauskommen könne.

Im Bereich der ehemaligen Hofstelle Haskamp in Vestrup dagegen werde die Vermarktung wohl erst im Frühjahr 2022 beginnen können, teilte Averbeck mit. Trotzdem sollten die Erschließung zum jetzigen Zeitpunkt vorangetrieben werden. In dem Baugebiet könnten insgesamt 11 Grundstücke entstehen. "Dafür planen wir mit 5 Meter breiten Wegen", berichtete Averbeck. Dort könnten sich problemlos zwei Autos begegnen.

Zufrieden mit den bisherigen Planungen der Verwaltung, empfahl der Ausschuss dem Verwaltungsausschuss einstimmig, dass beide Baugebiete erschlossen werden sollen.

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