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Bakumer Feuerwehren waschen ihre Wäsche bald selbst

Die Bakumer Feuerwehren erhalten dafür eine Industriewaschmaschine. Auch darüber hinaus investiert die Gemeinde in den Feuerwehrbereich.

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Bald Standort einer neuen Industriewaschmaschine: Im Bakumer Feuerwehrhaus wird in Zukunft die Einsatzkleidung der Kameraden beider Bakumer Feuerwehren gewaschen. Foto: Kessen

Bald Standort einer neuen Industriewaschmaschine: Im Bakumer Feuerwehrhaus wird in Zukunft die Einsatzkleidung der Kameraden beider Bakumer Feuerwehren gewaschen. Foto: Kessen

In der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses hat die Gemeinde Bakum den Weg für Investitionen in die Feuerwehr frei gemacht. Insgesamt empfahl der Ausschuss im Bereich der Feuerwehr einstimmig finanzielle Aufwendungen in Höhe von etwa 207.000 Euro.

Im Einzelnen können sich die Feuerwehr aus Bakum über Investitionen von 146.000 Euro sowie die Lüscher Kollegen über 54.500 Euro freuen. Außerdem werden bei den beiden Jugendfeuerwehren Anschaffungen von insgesamt 6500 Euro getätigt.

Einsätze auf der Autobahn erfordern neue Geräte

"Schon vor unserem alljährlichen Gespräch mit den Feuerwehren wussten wir, dass die Investitionen in diesem Jahr etwas größer ausfallen werden", berichtet Bürgermeister Tobias Averbeck. Das hänge vor allem mit dem Dienst auf der Autobahn A1 zusammen. Denn: "Bei Einsätzen auf der Autobahn ist ein elektrischer Rettungssatz notwendig." Da die Feuerwehr in Bakum bisher aber nur über die hydraulische Variante verfüge, müsse der gesamte Rettungssatz für etwa 35.000 Euro neu beschafft werden. In Lüsche dagegen werde nur ein Teil des Rettungssatzes für etwa 6000 Euro neu benötigt.

Weiter wird der Bakumer Einsatzleitwagen für etwa 31.000 Euro mit Digitalfunk ausgestattet. "Das ist auch notwendig, denn der analoge Funk streikt auf den Einsätzen zu oft", erfuhr Averbeck von den Feuerwehrleuten. Teurer als vielleicht erwartet ist auch die neue Einsatzkleidung, die bei beiden Feuerwehren bald von der dunklen Farbe auf die typische sandbeige Farbe umgestellt wird. "Ein Satz für eine Person kostet 1500 Euro, bei 35 Kameraden in der Gemeinde sind das etwa 52.000 Euro", rechnet Averbeck vor.

Feuerwehren erhalten eine Industriewaschmaschine

Ungewöhnlich erscheint der Posten „Anschaffung einer Industriewaschmaschine und eines Industrietrockners“, der mit etwa 30.000 Euro bewertet ist. "Aufgrund neuer Vorgaben wurde ein neues Hygienekonzept erstellt, das ein häufigeres Waschen und Reinigen der Einsatzkleidung erfordert", erklärte Averbeck. Bisher hätten die Feuerwehren ihre Kleidung extern waschen lassen, aufgrund der Häufigkeit des Waschens sei das jetzt aber nicht mehr möglich. „Deshalb haben die Feuerwehren den Wunsch geäußert, das Waschen mithilfe einer Industriewaschmaschine selbst zu übernehmen.“

"Ich habe mich sehr gewundert, dass die Kameraden nach den ehrenamtlichen Einsätzen ihre Einsatzkleidung auch noch selbst waschen wollen."Christoph Eiken, CDU-Ratsherr in Bakum

Das konnte sich Christoph Eiken (CDU) zunächst nicht vorstellen: „Ich habe mich sehr gewundert, dass die Kameraden nach den ehrenamtlichen Einsätzen ihre Einsatzkleidung auch noch selbst waschen wollen.“ Averbeck erwiderte dazu, dass die Einsatzkleidung dadurch schneller wieder verfügbar sei. Und Eikens Fraktionskollegen Felix Oer und Maria Zwick konnten das Anliegen der Feuerwehrleute ebenfalls nachvollziehen: "Wenn die Kleidung nicht schnell genug wieder da ist, müssen die Kameraden Ersatzkleidung von anderen Wehren anziehen", weiß Oer von einem Feuerwehrmann. Und Zwick sagte: "Ich kann das gut verstehen, so kann man auf jeden Fall seine eigenen Klamotten wieder anziehen."

Großer Andrang bei den Jugendfeuerwehren

Darüber hinaus wurden die Atemschutzgeräte in Bakum und Lüsche unter die Lupe genommen; insgesamt resultieren daraus Ausgaben für Reparaturen und Neuanschaffungen in Höhe von etwa 19.000 Euro. Im Bereich der Jugendfeuerwehren sind für die Anschaffung von Schränken und neuer Kleidung Kosten in Höhe von 6500 Euro veranschlagt. "Wir haben sehr viel Zulauf in den Jugendfeuerwehren, das ist ein schönes Zeichen", freute sich Averbeck.  Der Andrang sei mittlerweile so groß, dass dort schon "limitiert werden muss".

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