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Bakumer Ausschuss stellt wichtige Weichen

Die geplante Standortverlegung der Gärtnerei Südkamp  nach Elmelage ermöglicht im Ort Bakum eine neue Bebauung. In Lüsche werden 3 neue Ställe in den Außenbereich verlagert.

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So könnte es aussehen: Das städtebauliche Konzept der Gemeinde zu der Fläche (blau hinterlegt), die durch die Aussiedlung der Gärtnerei Südkamp frei wird. Unten verläuft die Darener Straße. Grafik: Gemeinde Bakum

So könnte es aussehen: Das städtebauliche Konzept der Gemeinde zu der Fläche (blau hinterlegt), die durch die Aussiedlung der Gärtnerei Südkamp frei wird. Unten verläuft die Darener Straße. Grafik: Gemeinde Bakum

Erfreuliche Nachrichten für die Bakumer Bürger: In der jüngsten Planungsausschusssitzung wurden einige Weichen für die weitere Bebauung in der Gemeinde gestellt. Insbesondere für Bauwillige könnte ein geänderter Bebauungsplan im Ort Bakum interessant sein. Denn aufgrund der geplanten Standortverlegung der Gärtnerei Südkamp von der Darener Straße nach Elmelage werden dort circa 1,5 Hektar für eine Wohn- und Mischbebauung frei.

Insgesamt stehen 17 Bauplätze zur Verfügung 

Nach Auskunft des Bauamtsleiters Andreas Dammann stünden nach derzeitigen Planungen 12 Bauplätze im reinen Wohnbaugebiet und 5 Bauplätze entlang der Darener Straße im Mischgebiet zur Verfügung. "Im Mischgebiet sind sowohl Wohnbebauungen als auch Gewerbeansiedlungen möglich", erklärte Dammann. Das gelte aber nur für "verträgliches Gewerbe", das heißt, es müssen besondere Lärmschutzanforderungen erfüllt sein, damit die Anwohner im Mischgebiet dadurch nicht gestört werden. Die Erschließung des Gebietes werde ein privater Erschließungsträger übernehmen. "Da gibt es momentan noch nichts Konkretes zum Zeitplan", berichtete Dammann. Sobald es dazu Neuigkeiten gebe, werde die Gemeinde dies mitteilen.

In der Planungsausschusssitzung zeichnete sich zudem ab, dass es schon einen Investor gebe, der dort einige Wohnungen bauen möchte. "Dem Investor sind alle Details, wie zum Beispiel die vorgeschriebene Firsthöhe, bekannt, sodass das kein Problem darstellen sollte", stellte Bürgermeister Tobias Averbeck (CDU) klar. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Rat, Christoph Eiken, war ebenfalls für die Bebauungsplanänderung. "Es ist zu begrüßen, dort einmal den Bebauungsplan zu bereinigen."

Die Gemeinde trägt die Kosten des Verfahrens

Der Ort Lüsche könnte bald ein Stück emissionsfreier sein. Denn im Zuge der Ausweisung von 3 neuen Ställen im Lüscher Außenbereich gibt die Familie Evers nun die Tierhaltung von 570 Mastplätzen im Ortskern auf. 2 der 3 neuen Ställe sind Mastbullenställe mit 286 Plätzen und sollen am bestehenden Standort Am Kreuzberg errichtet werden, der 3. Stall soll ein Mastschweinestall mit maximal 1.499 Plätzen werden und ist als ein neuer Standort an der Elstener Straße geplant. Averbeck erklärte, dass der Zeitraum noch abzuklären sei, bis die Tierhaltung im Ort aufgegeben werde. Außerdem erläuterte der Verwaltungschef, warum die Kosten für das Verfahren in diesem Fall von der Gemeinde getragen werden: "Hier gehen das allgemeine Wohl sowie das Betriebsinteresse einher." Zusätzlich sei es nur ein einfacher Bebauungsplan, der günstiger als ein qualifizierter Bebauungsplan sei. Nach dem Aufstellungsbeschluss folgt nun der Aushang im Rathaus sowie die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.

SPD-Ausschussmitglied Marlies Witte begrüßte den Schritt: "Das ist eine Bereicherung für unseren Ortskern." Was mit der bald frei werdenden Fläche passiert, ist momentan noch nicht klar. "Bisher ist dort noch keine Wohnbebauung möglich, aber es ist gut, den Schritt jetzt schon mal zu machen", so Averbeck.

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