Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Bakumer Ausschuss debattiert über Kreuzungsgestaltung

Einigen gingen die Vorschläge für die Gestaltung der Kreuzung Darener/Sütholter Straße nicht weit genug. Thema war außerdem ein neuer Gehweg entlang der Darener Straße.

Artikel teilen:
Hier soll bald ausgebaut werden: Die Kreuzung Darener Straße/Sütholter Straße ist ein Verkehrsknotenpunkt in Bakum.   Foto: Kessen

Hier soll bald ausgebaut werden: Die Kreuzung Darener Straße/Sütholter Straße ist ein Verkehrsknotenpunkt in Bakum.   Foto: Kessen

Erstmals wurde im Bakumer Straßen- und Gebäudeausschuss darüber debattiert, wie die Kreuzung Darener Straße/Sütholter Straße ausgebaut werden soll, um der neuen Straße ins Baugebiet und dem generell gestiegenen Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Am Ende wurden die Entwürfe zur weiteren Beratung in die Fraktionen verwiesen.

Das Planungsbüro Frilling + Rolfs aus Vechta hatte im Vorfeld zwei Entwürfe ausgearbeitet. Die erste Variante sehe laut Roman Begel, der die Entwürfe für das Planungsbüro vorstellte, wie folgt aus: Nördlich der Kreuzung werde die neue Gemeindestraße "Am Mühlenbach", die durch das Baugebiet führen soll, an die bestehende Kreuzung angeschlossen. Zudem solle aus Richtung Vechta kommend auf der Darener Straße eine Linksabbieger-Spur eingerichtet werden, um zu den Verbrauchermärkten gelangen zu können.

Abbiegespur auf der Sütholter oder auf der Darener Straße?

Die Sütholter Straße werde außerdem von 5,5 Metern auf 6,5 Meter verbreitert und bekomme in Richtung der Kreuzung auf der rechten Seite einen Geh- und Radweg. Unterdessen werde an der Darener Straße eine sogenannte "Dunkelampel" installiert, damit die Fußgänger bei Bedarf sicher die Straße überqueren können.  

Variante 1: Linksabbieger-Spur auf der Darener Straße. Entwurf: Planungsbüro Frilling + RolfsVariante 1: Linksabbieger-Spur auf der Darener Straße. Entwurf: Planungsbüro Frilling + Rolfs

Bei der zweiten Variante bleibe zwar der Anschluss an die neue Straße ins Baugebiet sowie die Dunkelampel an der Darener Straße. Anstatt der Linksabbieger-Spur auf der Darener Straße gebe es eine Rechtsabbieger-Spur auf der Sütholter Straße in Richtung Schledehausen/Vechta. Zudem werde die Sütholter Straße in Richtung Kreuzung links mit einem Gehweg und rechts mit einem Geh- und Radweg ausgestattet.

Hesler (CDU) will ohne Debatte in den Fraktionen beraten

Nachdem Begel die Entwürfe vorgestellt hatte, meldete sich als Erster Hans-Rainer Hesler (CDU) zu Wort. "Ich finde, das ganze Vorhaben muss größer gedacht werden." Deshalb beantragte Hesler, die Entwürfe ohne Debatte in die Fraktionen zu verweisen. Mit 3 zu 4 Stimmen wurde sein Antrag abgelehnt; die ablehnenden Mitglieder wollten vor der Verweisung der Entwürfe in die Fraktionen noch im Ausschuss debattieren.

Werner Beckermann (CDU) konstatierte: "Die Linksabbieger-Spur ist ein Muss." Bürgermeister Tobias Averbeck (CDU) würde dagegen die zweite Variante favorisieren: "Das Ausbauvolumen ist dort zwar höher, der 'schwächere' Verkehr aus der Sütholter Straße wird aber besser geschützt." Man sei aber auch erst am Anfang der Planungen. Stephan Göttke (Grüne) monierte, dass die Entwürfe sehr "autozentriert" seien: "Warum gibt es für die Radfahrer aus Schledehausen und Vechta zum Beispiel keine Ampel über die Sütholter Straße?"

Variante 2: Rechtsabbieger-Spur auf der Sütholter Straße. Entwurf: Planungsbüro Frilling + RolfsVariante 2: Rechtsabbieger-Spur auf der Sütholter Straße. Entwurf: Planungsbüro Frilling + Rolfs

Am Ende war es Göttke, der nach der Debatte den Antrag stellte, das Thema an die Fraktionen zu verweisen. Sein Antrag wurde einstimmig angenommen. Bürgermeister Averbeck teilte auf Nachfrage von OM-Online mit, dass die Verwaltung den Input der Beratung jetzt "umfassend prüfen" und das Gespräch mit dem Landkreis und dem Land Niedersachsen suchen werde, da es sich bei der Darener Straße um eine Landesstraße handele.

Neuer Gehweg ebenfalls Thema im Ausschuss

Zusätzlich wurde im Ausschuss über den Entwurf des Planungsbüros für einen neuen, 370 Meter langen Gehweg entlang der Darener Straße, auf dem Abschnitt von der Zahnarztpraxis Proell-Theiling bis zum Kapellenweg, beraten. "Der Gehweg in Pflasterbauweise an sich soll 2 Meter breit sein, hinzu kommt ein Sicherheitsstreifen von 50 Zentimetern und eine Rinne von 32 Zentimetern", sagt Begel. Damit es eine gleichmäßige Breite gebe, müsse insgesamt 154 Quadratmeter Grunderwerb getätigt werden. 

"Es wäre schon wichtig, dass es auch ein Radweg wird, denn es ist dort für Fahrradfahrer sehr gefährlich", meinte Helmut Quatmann (CDU). Begel erläuterte, dass ein Radweg dort ohne Weiteres nicht möglich sei. "Die Brücke über den Bakumer Bach ist eine Engstelle, dort können die 3 Meter Mindestbreite für einen Fahrradweg leider nicht eingehalten werden."

Verwaltung prüft jetzt die Anregungen

Göttke bemängelte generell, dass zu wenig Abstand zwischen Fahrbahn und Gehweg vorhanden sei. "Wenn man die Sache schon angeht, muss größer gedacht werden." Dem stimmte Hesler zu und brachte die Möglichkeit ins Spiel, den Gehweg etwas zu verkleinern und dafür einen Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Gehweg anzulegen. Der Ausschuss sprach sich dafür aus, dass die Verwaltung diese Möglichkeit sowie einen Radweg prüfen solle. 

Verpassen Sie nichts von der Landtagswahl in Niedersachsen am Sonntag. Wer regiert in den nächsten 5 Jahren? Wer zieht in den Landtag in Hannover ein?  Alle Ergebnisse aus allen Wahlkreisen und den Städten und Gemeinden im OM finden Sie auf unserer Themenseite, inklusive Liveticker. 

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Bakumer Ausschuss debattiert über Kreuzungsgestaltung - OM online