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Ausschuss macht Weg frei für Bau von neuen Ställen in Lüsche und Elmelage

Für die Errichtung neuer Ställe hat der Bakumer Planungs- und Wirtschaftsausschuss die Bebauungspläne „Steuerung von Tierhaltungsanlagen“  geändert.

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Symbolfoto: dpa/Kirchner

Symbolfoto: dpa/Kirchner

Der Bakumer Planungs- und Wirtschaftsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung den Weg für zwei neue Ställe in Lüsche und Elmelage frei gemacht. Dafür wurden die Bebauungspläne „Steuerung von Tierhaltungsanlagen“ in den jeweiligen Orten geändert. In Lüsche kann an einer Hofstelle an der Straße „Am Kreuzberg“ nun die Planung der Familie Evers für 286 neue Mastbullenplätze umgesetzt werden.

„Wir verlagern damit Immissionen in den Außenbereich, denn der Eigentümer gibt in diesem Zuge die Tierhaltung im Ort auf“, freut sich Bürgermeister Tobias Averbeck (CDU). Dies sei der nächste Schritt, um den Hauptort Lüsche immissionsfrei zu machen. „Wir haben das zwar noch nicht ganz geschafft, aber der nächste Schritt ist getan.“ In Elmelage gab es zwei Änderungen, die den örtlichen Bebauungsplan betreffen: Zum einen hätten die letzten beiden Tierhalter am östlichen Bereich der Straße „Install“ vertraglich zugesichert, die Tierhaltung aufzugeben. „Deswegen können wir das Baufenster für Tierhaltungsanlagen in dem Bereich aufheben.“

Grüne sind unzufrieden mit Standort

Dort sind jetzt ohne weitere Änderung des Bebauungsplanes keine Tierhaltungsanlagen mehr möglich. Zum anderen plane ein Antragsteller im Außenbereich von Elmelage laut Averbeck einen ökologischen Kompoststall für eine naturnahe Mutterkuhhaltung auf Einstreubasis. Grünen-Ratsherr Christian Behnen störte sich am Standort des Vorhabens: „Wir als Grüne finden es schade, dass auf der grünen Wiese so eine Anlage entstehen soll.“ Der Bau würde das Landschaftsgebiet sowie die Struktur negativ beeinflussen.

Averbeck bedauerte diese Einstellung und erwiderte: „Der Antragsteller bemüht sich sehr, die Anlage in das Landschaftsbild einzuordnen.“ Zum Beispiel werde das Dach des Stalls begrünt und die Tiere könnten nach draußen. Behnen konterte: „Wir sind nicht gegen die Anlage an sich, sondern gegen den Standort: Das ist nämlich ein völlig siedlungs- und bebauungsfreier Raum dort.“ Gegen die Stimme von Behnen wurde die Änderung des Bebauungsplans beschlossen.

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