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Ausschuss gibt Campus grünes Licht

Lastrups Oberschüler sollen demnächst Firmenchefs zum persönlichen Gespräch empfangen. Bürgermeister Michael Kramer wirbt ums Mitmachen.

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Künftiges Domizil: Der Bildungs-Campus wird in einem Neubau an der Kirchstraße untergebracht. ©Büro Ortmann

Künftiges Domizil: Der Bildungs-Campus wird in einem Neubau an der Kirchstraße untergebracht. ©Büro Ortmann

In Lastrup soll der Verein „Pfiffikus“ einen sogenannten „Bildungs-Campus“ einrichten. Örtliche Ausbildungsbetriebe können sich dort den Oberschülern vorstellen und erste Kontakte knüpfen, aus denen dann möglicherweise mehr wird. Der Schulausschuss gab dem Vorhaben am Montag grünes Licht.

Entstehen soll der Treffpunkt in einem Neubau an der Kirchstraße. Die Schule liegt zwar ganz in der Nähe, dennoch sei der räumliche Abstand  sinnvoll, erklärte Bürgermeister Michael Kramer. Auch Pfiffikus-Initiator Herbert Feldkamp hält die Abgrenzung für wichtig. „Wer den Campus betritt, befindet sich in der Berufswelt“, sagte der Cloppenburger Goldschmied bei der ersten Vorstellung des Projekts vor gut einem Jahr. Wenn sich Personalchefs und Jugendliche zum Gespräch zurückzögen, müsse die Atmosphäre stimmen, ansonsten seien die Hemmschwellen zu groß. „Für die Schüler soll der Campus wie ein Wohnzimmer sein“,  findet auch Michael Kramer.

Herbert Feldkamp hatte den Verein nach seiner Abkehr von der Strahlemann-Stiftung gegründet. Er möchte vor allem solchen Jugendlichen helfen, die es  auf dem Ausbildungsmarkt ohnehin schwerer haben. Nutznießer wären aber auch die Fírmen vor Ort, betonte Michael Kramer am Montag. Bei der Lehrlingssuche kämen sie auf den ausgetretenen Wegen künftig nur noch schwer voran. Mit einer Anzeige allein sei es nicht mehr getan. Der Campus biete ihnen die Gelegenheit, sich der Zielgruppe direkt zu präsentieren. „Die jungen Leute wissen oft gar nicht, welche beruflichen Möglichkeiten die heimischen Betriebe ihnen bieten. Deshalb ist der Campus für beide Seiten eine Riesenchance.“

Oberschule steht hinter dem Konzept

Im Ausschuss stieß die Initiative auf Wohlwollen. „Das Konzept hat Hand und Fuß“, urteilte Hans-Jürgen Reglitzki. Sandra Obermeyer (CDU) berichtete, dass das Kollegium der Oberschule vom Erfolg überzeugt sei. „Neben den Kooperationen mit der Musikschule und der Sportschule wäre der Campus ein weiteres Prädikatsmerkmal.“ Das Konzept sieht vor, Schüler ab der achten Hauptschulklasse von ehrenamtlichen Paten betreuen zu lassen. Wer mitmacht, erhält ein ganzes Bündel von Angeboten, darunter eine ausführliche Talentanalyse und Bewerbungslehrgänge.

Entscheidend sei aber, dass möglichst viele Unternehmen einsteigen, sagte Kramer. Auch um die Kosten zu decken. Bis zu 750 Euro pro Jahr kostet sie die Teilnahme. Der Bürgermeister kündigte an, sich jetzt an den Handels- und Gewerbeverein (HGV) zu wenden. Sobald die Corona-Situation es zulässt, will er zu einer Infoveranstaltung einladen. Auch Herbert Feldkamp soll dann dabei sein.

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