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Aus für Einschränkungen

Thema: Coronazahlen sind im Sinkflug – Die Regierungskoalition ficht das nicht an. Sie will mindestens bis zum 30. September mit Sonderbefugnissen wegen der Pandemie weiterarbeiten.

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Die 7-Tage-Inzidenz hinsichtlich der Ansteckungen mit dem Coronavirus sinkt in Deutschland kontinuierlich weiter. 20,8 am Mittwoch war ein höchst erfreulicher Wert. Noch erfreulicher wäre es, wenn die Politik in Konsequenz dessen nun endlich den Weg frei machen würde für eine Normalisierung des Alltags mit den Grundrechten der Bürger, die nicht verhandelbar, gleichwohl aber seit vielen Monaten eingeschränkt sind. Etwa wenn es um die Zahl der Personen geht, die sich treffen dürfen.

Doch davon will die Regierungskoalition offenbar nichts wissen. Stattdessen droht dem Land eine Verlängerung der Corona-Sonderbefugnisse auf der Basis der "Epidemischen Lage von nationaler Tragweite" bis zum 30. September. Ein Schelm, wer dahinter Arglist vermutet. Allerdings könnte der recht haben: 4 Tage vor Ablauf dieser Frist findet die Bundestagswahl statt. Da könnte bei der Regierung weniger wohlgesonnen Bürgern der Verdacht aufkommen, dass die Politiker in Berlin zumindest bis dahin mit Verweis auf Corona noch das Füllhorn der Wohltaten zum möglichen eigenen Nutzen, aber zulasten künftiger Generationen ausschütten möchten. 

Ins Bild passen auch die neuesten Warnungen des Beratungsvirologen der Regierung, Dr. Drosten, der plötzlich vor einer Impfmüdigkeit der Bevölkerung warnt. Offenbar hat der Mann nur noch wenig Kontakt zum "einfachen" Volk. Die meisten Menschen wollen sich impfen lassen. Lieber heute als morgen. Schon allein, damit sie trotz der "Epidemischen Lage von nationaler Tragweite" wenigstens ein bisschen Freiheit zurückgewinnen, ohne sich jeden Tag testen lassen zu müssen. Das Problem: Es fehlt (mal wieder) an Impfstoff. Das ist eine wahre problematische Lage von nationaler Tragweite.

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