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Aus alten Fehlern lernen

Thema: Merkels Warnung vor neuer Pandemie – Die Corona-Krise hat uns deutlich vor Augen geführt, wie unvorbereitet die Weltgemeinschaft im Kampf gegen eine Pandemie war.

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Die Corona-Krise hat uns deutlich vor Augen geführt, wie unvorbereitet die Weltgemeinschaft im Kampf gegen eine Pandemie war – und weiterhin ist. Zur Wahrheit gehört zudem: Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich Anfang 2020 mit der späten Einstufung der Ausbreitung von Sars-Cov-2 als Pandemie eines unverzeihlichen Versagens schuldig gemacht – obwohl von Schnelligkeit und Entschiedenheit bei den Sicherheitsvorkehrungen alles Weitere abhängt. Je durchgreifender am Anfang gehandelt wird, umso besser sind die Aussichten, die Lage unter Kontrolle zu halten und zügiger aus der Phase der Einschränkungen herauszutreten – oder gar nicht erst drastische Lockdowns verhängen zu müssen.

Aber: Es mangelte zudem an Grundlagenforschung zu Impfstoffen, es fehlte an Schutzausrüstung. Und der folgende Wettlauf der Nationen um den Einkauf von Masken und um die Reservierung von Vakzinen offenbarte nur erneut, wie unkoordiniert es global zugeht. Günstige Voraussetzungen für die Ausdehnung der Katstrophe, Virusmutationen inklusive. Die Folgen sind Millionen Tote, massive wirtschaftliche Einbrüche, sozialer Unfrieden und Bildungslücken bei jungen Menschen.

Nun ist die WHO-Jahrestagung das Forum, um sich besser zu wappnen, wenn eine neue Pandemie droht – und sie kommt früher oder später. Die Warnung von Kanzlerin Angela Merkel ist wichtig. Ein internationaler Pandemievertrag ist das Ziel, um die erkannten Fehler nicht zu wiederholen. Gut ist, dass auch der Datenaustausch und die lokale Produktion von Schutzkleidung darin festgelegt werden sollen. Das Abkommen ist eine Chance – sie darf nicht verspielt werden.

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