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Auf Vernunft setzen

Thema: Hotelübernachtungen an Weihnachten - sieben Bundesländer scheren aus und gestatten die private Übernachtung von Familienangehörigen im Hotel.

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Der Zoff war vorprogrammiert – Teil-Lockdown verlängern, Lockerungen über Weihnachten beschließen, aber zugleich nicht an die Übernachtungsfrage von Familien denken. Solange Ministerpräsidenten und Kanzlerin bei ihrer letzten gemeinsamen Schalte auch diskutiert haben, die wichtige Detailfrage, ob auch ein Hotel die Herberge sein kann, kam nicht aufs Tablett.

Jetzt kommt es, wie es kommen musste, gleich sieben Bundesländer scheren aus und gestatten die private Übernachtung von Familienangehörigen im Hotel. Wirtschaftsminister und Kanzleramtschef sind sich jetzt uneins. Helge Braun tönt ins gleiche Horn wie die Kanzlerin, Peter Altmaier stellt sich auf die Seite der Familien. Wer Verwandte besuchen dürfe, müsse auch übernachten können. Recht hat er. Wer kann und wer will schon die weit angereiste Verwandtschaft in der kleinen eigenen Wohnung einpferchen. Gästezimmer sind schließlich nicht selbstverständlich.

Verständnis haben muss man auch fürs Kanzleramt. Hier wird die touristische Reise durch die Hintertür befürchtet. Sicher, kontrollieren lässt sich eine solche Öffnung wohl kaum. Was touristisch ist und was familiär wird kaum jemand beurteilen wollen. Zu befürchten ist, dass jetzt über Weihnachten ein Zustand einsetzt wie in den Herbstferien. Da durfte privat nur im Hotel übernachten, wer einen negativen Test vorweisen konnte, viele Touristenziele waren dennoch ausgebucht. Setzen muss man jetzt auf die Einsicht der Bürger. Denn sollten Vernunft und Solidarität nicht funktionieren, geht der Teil-Lockdown in die Verlängerung.

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