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Assange ist Pressefreiheit

Thema: Julian Assanges Auslieferung an die USA – Im juristischen Tauziehen um den Wikileaks-Gründer steht die Pressefreiheit auf dem Spiel. Assanges Enthüllungen sind aktuell wichtiger denn je.

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Journalismus ist kein Verbrechen. Das sollte auch für Whistleblower Julian Assange gelten. Schließlich hat er, gemeinsam mit Chelsea Manning, aufgezeigt, wie kriegsverbrecherisch die USA im Irak und Afghanistan vorgegangen ist. Diese Recherchen sind als Pressefreiheit zu verstehen und keineswegs als Hochverrat.

Wie wichtig investigativer Journalismus in Kriegsgebieten ist, zeigen unlängst die Gräueltaten im ukrainischen Butscha. Wenn die Wahrheit nicht ans Licht kommt, wird die Realität stark gefärbt durch Propaganda.

Julian Assange hat mit seinen Enthüllungen ein Licht auf die Wahrheit der US-Militäreinsätze geworfen. Welche Auswirkungen diese haben, zeigt das juristische Tauziehen um den Whistleblower. Die USA fordern die sofortige Auslieferung Assanges, weil er das Leben von US-Informanten in Gefahr gebracht habe. Dabei wollen die USA nur ihr Gesicht wahren.

Assange sollte besser ein Orden verliehen werden

Dass Assanges Arbeit unter die Pressefreiheit fällt, ist unbestritten. Denn der Wikileaks-Gründer hat keineswegs Falschinformationen verbreitet, sondern nur unangenehme Nachrichten publik gemacht. Dafür sollte ihm tatsächlich ein „Orden“ verliehen werden, statt ihn in einem unfairen Prozess in den USA zu einer Strafe von bis zu 175 Jahren zu verurteilen.

Falls Großbritannien, für Assange ein Wettlauf gegen die Zeit, tatsächlich der Auslieferung zustimmen würde, bedeutete dies ein politisches Erdbeben. Denn der Fall entscheidet darüber, ob in Europa und den USA Pressefreiheit überhaupt noch etwas wert ist. Julian Assange ist Pressefreiheit.

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