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Arbeitskreis findet Lösung für Böener Ortsmitte

Nachdem die Planungen 2020 ohne Ergebnis abgebrochen werden mussten, soll jetzt ein neuer Anlauf genommen werden. Einen Plan hat die Stadt inzwischen vorliegen.

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Neue Dorfmitte in Böen: Rund um das Backhaus laufen derzeit die Planungen.   Foto: G. Meyer

Neue Dorfmitte in Böen: Rund um das Backhaus laufen derzeit die Planungen.   Foto: G. Meyer

Mit einer neuen Planung für den Ortskern in Böen geht die Stadt Löningen ins Rennen um Fördermittel aus der Dorfentwicklung. Der Ausschuss für Planung und Umwelt stimmte dem Vorhaben am Mittwochabend zu. Ziele sind verkehrsberuhigende Maßnahmen und Neuerungen für den Dorfplatz.

Rückblick: Im vergangenen Jahr hatte die Stadt die Antragsfrist für die Dorfentwicklung verstreichen lassen, weil der Arbeitskreis die damals vorliegende Planung abgelehnt hatte. Die Anwohner setzten sich danach wieder zusammen und überarbeiteten das Projekt. Im Ausschuss stellte Landschaftsplaner Richard Gertken das Ergebnis vor. Es enthält verkehrsberuhigende Maßnahmen in der Eschstraße. Sie wird von Lkw-Fahrern gern als Abkürzung zur Firma Graepel genutzt.  So soll die Fahrbahn an 9 Stellen verengt werden.

Auch die Beleuchtung wird erneuert. Gleiches gilt für den Fußweg. Bislang ist vorgesehen, dass ihn Radfahrer und Fußgänger gemeinsam nutzen. Der Behindertenbeauftragte der Stadt, Ralf Lampe, meldete bereits während der Sitzung Bedenken an. "Der Weg ist für beide zu eng, die Radfahrer gehören auf die Straße", forderte er. Das Thema dürfte jetzt mit in die Feinplanung genommen werden.

Remise soll Vereinen zur Verfügung stehen

Besonders viel Ärger mit Anwohnern hatte im vergangenen Jahr der Plan einer neuen Zuwegung zur Firma Graepel verursacht, die eine Obstwiese durchschnitten hätte. Diese Idee ist wieder vom Tisch. Stattdessen bleibt es bei der bisherigen Firmenzufahrt, eine Querungshilfe soll jedoch die Verbindung zwischen Backhaus und Dorfplatz erleichtern. Rund um das Backhaus sowie in der Eschstraße sollen weitere Sitzmöglichkeiten geschaffen werden. Am Rand des Dorfplatzes soll eine Remise gebaut werden. In dem Fachwerkgebäude könnten die Vereine ihre Utensilien unterstellen, erläuterte Richard Gertken. Der Schmiedeweg würde ebenso wie die parallel verlaufende Eschstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt. 

Die Gesamtkosten liegen bei 682.000 Euro, die Förderquote beträgt aktuell 62 Prozent. Die Stadt selbst müsste demnach rund 252.000 Euro aus eigener Tasche bezahlen. 

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