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Arbeitskreis diskutiert, wie Holdorfs Spielplätze schöner werden können

Eine Idee: Es könnten Geräte aufgestellt werden, die auch Kinder mit einem Handicap nutzen können. Auch Geräte, an der Junge und Alte Freude haben könnten, sind im Gespräch.

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Der Spielplatz Birkenfeld könnte um inklusive Spielgeräte erweitert werden. Der Gedanke wurde im Arbeitskreis diskutiert. Foto: Heinzel

Der Spielplatz Birkenfeld könnte um inklusive Spielgeräte erweitert werden. Der Gedanke wurde im Arbeitskreis diskutiert. Foto: Heinzel

Der Auftakt ist gemacht. Der Holdorfer Arbeitskreis "Spielplätze" hat seine Arbeit aufgenommen und erste Ideen diskutiert. Ergebnisoffen allerdings. Dem Auftrag an die Gruppe entsprechend, betonte Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. „Der Anspruch muss sein, für jeden Spielplatz eine Idee zu entwickeln.“ Sei dies geschehen, würde es darum gehen, das Konzept Schritt für Schritt und Stück für Stück umzusetzen. Das könne 10 oder auch 15 Jahre dauern.

Inge Olberding (SPD) erzählte in der jüngsten Sitzung von ihrem Besuch auf dem inklusiven Spielplatz am Erlenweg in Damme, dem ersten seiner Art im Landkreis Vechta. Es gebe ein Karussell, das auch Kinder im Rollstuhl nutzen könnten. Solch ein Gerät würde 24.000 Euro kosten, sagte die Arbeitskreisvorsitzende. Ein ebenfalls für Rollstuhlfahrer geeignetes Trampolin schlüge mit 14.000 Euro zu Buche. Der Dammer Spielplatz habe insgesamt rund 75.000 Euro gekostet. 

Rolf Bergmann (CDU) warf die Frage auf, wie nun damit umgegangen werde. Solle beispielsweise ein inklusives Spielgerät pro Spielplatz in der Gemeinde aufgestellt werden? Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug  sprach daraufhin von der Möglichkeit, in jedem Ortsteil einen Spielplatz mit mehreren inklusiven Spielgeräten auszustatten.

Auftrag an die Verwaltung: Zahl der Kinder im Einzugsradius klären

Hendrik Echtermann (CDU) fragte, wie viele Kinder in einem bestimmten Radius um die Spielplätze überhaupt leben würden. Dr. Wolfgang Krug antwortete, dass die Verwaltung dies bis zur nächsten Sitzung für einige Spielplätze ermitteln werde. Die Wahl fiel auf die Spielplätze in Holdorf an der Wilhelm-Busch-Straße, Lüttmerskamp und Birkenfeld sowie in Handorf-Langenberg der Spielplatz an der Bergstraße 68. Sollte es auf einen Spielplatz mit mehreren inklusiven Spielgeräten hinauslaufen, sollte das Ganze einmal am Spielplatz Birkenfeld diskutiert und überlegt werden. Mit seinen rund 3400 Quadratmetern habe er die richtige Größe und in seinem Umfeld gebe es genug Parkmöglichkeiten für Eltern mit Kindern mit Behinderung.

Der Spielplatz am Dammer Erlenweg diente Inge Olberding als Beispiel für einen inklusiven Spielplatz. Foto: LammertDer Spielplatz am Dammer Erlenweg diente Inge Olberding als Beispiel für einen inklusiven Spielplatz. Foto: Lammert

In der Arbeitskreissitzung wurde ebenfalls darüber diskutiert ob Spielplätze auch zu Bewegungsplätzen für alle Altersgruppen weiterentwickelt werden könnten. Rolf Bergmann (CDU) verwies dabei auf einen Spielplatz im Marissa-Ferienpark. Heinz Bröer (CDU) hat bereits Erfahrungen mit solchen Bewegungsplätzen anderenorts gesammelt und erzählte, dort würde sein Enkel beispielsweise im Sandkasten spielen, während er gleichzeitig das Laufband nutze.

„Der Anspruch muss sein, für jeden Spielplatz eine Idee zu entwickeln.“Dr. Wolfgang Krug, Bürgermeister Holdorf

Hendrik Echtermann (CDU) brachte anschließend die Finanzierungsfrage in die Debatte ein und verwies auf das Programm „Startklar“, bei dem Jugendplätze in Kommunen mit bis zu 35.000 Euro gefördert würden. Die Runde war sich einig, sich das genauer anzuschauen und ebenfalls darüber nachzudenken, ob es möglich sei, LEADER-Mittel zu gewinnen. Der Bürgermeister verwies darauf, dass 2023 eine neue 5-jährige Förderperiode starten würde. Und LEADER müsse innerhalb des ersten Jahres 100.000 Euro an Fördermitteln ausgeben. Generell rufe er daher dazu auf, sich jetzt Projekte zu überlegen und einzureichen. Je schneller, desto besser.

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