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Anlieger fordern: Rettet die Wiese am Erlenweg

Nicht nur der Verein "Pro Natura" macht gegen die Planung in Neuenkirchen mobil. Auch Anwohner protestieren heftig und fordern ein Umdenken.

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Symbolfoto: dpa/Rumpenhorst

Symbolfoto: dpa/Rumpenhorst

Der Erhalt einer rund zehn Hektar großen Wiese im Bereich des Erlenweges in Neuenkirchen hat nicht nur den Verein Pro Natura Landkreis Vechta auf den Plan gerufen. Auch Anwohner setzen sich mit Nachdruck dafür ein, dass zukünftig die Erschließungsstraße für das an die Mühlensiedlung angrenzende Wohngebiet nicht durch einen Teil der Wiese führt.

So hat etwa auch Jens Brönstrup im Rahmen der ersten Beteiligung der Bürger und Träger öffentlicher Belange im Rahmen der achten Änderung des Flächennutzungsplanes "Südlich Erlenweg" seine Einwendungen vorgetragen. Er habe kein Problem mit dem neuen, 20 Hektar großen Wohngebiet. Es sei seit 2006 klar, dass es kommen werde, sagte er.

Anwohner lehnen geplante Erschließung ab

Aber die Zufahrt über einen Teil der seit 60 Jahren unberührten Wiese zu legen, kann er nicht verstehen. Zumal er sich sicher ist: Wenn die Straße erstmal fertiggestellt ist, werde es an ihr auch eine Bebauung geben.

Die zehn Hektar große Wiese sei ein wertvolles Biotop. Statt es zu zerstören, sollte die Gemeinde es als Kompensationsfläche für Eingriffe in die Natur und Landschaft nutzen und weiter aufwerten, was etwa durch das Anlegen von Streuobstwiesen geschehen könnte.

Hinsichtlich der Erschließung des neuen Baugebietes folgt Jens Brönstrup dem Pro-Natura-Vorschlag in der Online-Petition, die der Verein zum Erhalt der Wiese gestartet hat. Ein vorhandener Privatweg soll demnach zur Vorfahrtstraße und der Erlenweg zur einmündenden Straße werden. So könne vom Ort aus kommend problemlos auf den Erlenweg abgebogen werden. Zudem sei eine gerade auf den Bahndamm aufmündende Straße sicherer.

Schon im Februar hatten Anwohner Kritik geäußert

Anwohner hatten nach Angaben Jens Brönstrups bereits im vergangenen Februar mit einer Unterschriftenliste gegen die aktuell geplante Zufahrt protestiert. Das sei noch vor der Eröffnung des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplanes gewesen. Die Verwaltung habe ihm versichert, dass sie auch diese Stellungnahme berücksichtigen wird.

Zudem gibt es drei weitere Stellungnahmen von Anliegern. Seine hat Jens Brönstrup auch an den Landkreis Vechta und das niedersächsische Umweltministerium geschickt. Vom Kreis steht die Antwort aus. Das Ministerium erklärte sich zwar formal nicht für zuständig, richtete aber nach Worten Jens Brönstrups zur Planung Fragen an die Gemeinde.

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