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Angriff und Erpressung

Thema: Moskau droht mit Abschreckungswaffen – Die ukrainische Führung ist bei den Friedensgesprächen in einer verzweifelten Lage. Russland will aus der Position des Stärkeren Zugeständnisse erzwingen.

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Etliche Tote und Verletzte, Zerstörung, Leid, Elend – und Chaos. All das bringt der Krieg. Kreml-Chef Wladimir Putin aber sieht im Angriff auf die Ukraine vor allem ein Mittel zur russischen Machtausdehnung – und einen territorialen Beutezug. Die traurige Wahrheit ist: Er könnte erfolgreich sein.

Denn die Gespräche zur Befriedung des Konflikts, die am Montag erstmals stattfanden, sind von Ungleichheit gekennzeichnet. Russland verhandelt aus der Position des Stärkeren heraus, der Zugeständnisse herausschlagen will, indem er mit der Eskalation der Angriffe droht.

Dazu gehörte die erkennbare Ankündigung, zum Einsatz von Atomwaffen bereit zu sein. Dazu gehörte auch, dass trotz der sogenannten Friedensgespräche die Kämpfe fortgesetzt werden.

Die Führung der Ukraine um Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zwangsläufig in einer verzweifelten Lage, weil sie vor dieser Wahl steht: Entweder die Ukraine leistet weiter erbitterten Widerstand mit ungewissem Ausgang oder sie willigt in erpresserische Bedingungen ein, die nur inakzeptabel sein können.

Dazu könnte gehören, dass die Ukraine sich als neutraler Staat zu erklären hat (der jegliche Annäherung an die Nato aufgibt), die Loslösung der Regionen Luhansk und Donezk im Osten anerkennt und offiziell auf die (von Russland seit 2014 annektierte) Krim verzichtet. Das alles käme einem Sieg des Aggressors Putin gleich – und würde sogar den Sanktionen die Grundlage entziehen.

Absehbar ist in jedem Fall: Der russische Feldzug gegen die Ukraine wird sehr lange Folgen haben; die Welt wird eine andere sein, keine bessere.

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