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Andreas Borchers (SPD) bringt neue Idee für Cloppenburgs Fahrradstraße ins Spiel

Der Ratsherr will die Zufahrt zur Kirchhofstraße unattraktiv gestalten. Weitere Kontrollen zeigen unterdessen, dass Handlungsbedarf besteht.

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Fahrradstraße: Die Polizei hat wieder mehrfach Verstöße registriert, auch der Rat befasst sich mit dem Thema. Foto: Hermes

Fahrradstraße: Die Polizei hat wieder mehrfach Verstöße registriert, auch der Rat befasst sich mit dem Thema. Foto: Hermes

Neben den polizeilichen Kontrollen der vergangenen Tage ist die Fahrradstraße in Cloppenburg erneut in den Blickpunkt von Politik und Verwaltung gerückt. Die Mitglieder des Stadtrates haben einstimmig beschlossen, dass weitere Maßnahmen geprüft werden sollen, um den Kfz-Verkehr aus diesem Bereich der Kirchhofstraße rauszuhalten. 

Hintergrund ist ein Antrag der Gruppe Grüne/UWG: "Ziel sollte sein, den unzulässigen Durchfahrtsverkehr entweder zu unterbinden oder durch geeignete bauliche Maßnahmen erheblich einzuschränken". Die Verwaltung soll nun zwei Optionen prüfen. Im Fokus stehen sowohl eine Sperrung durch Poller zwischen den Straßen Rosengärten und Bürgermeister-Feigel-Straße als auch der Einbau von Bodenschwellen, Engstellen oder andere straßenbauliche Maßnahmen.

"Die SPD unterstützt diesen Antrag. Ich möchte aber anmerken, dass Poller den Schulbusverkehr blockieren würden", erklärte Andreas Bonk. Daraufhin wies Michael Jäger (Grüne) auf elektrisch betriebene Lösungen hin, die sich durch eine Steuerung über eingespeicherte Telefonnummern versenken lassen. Ob das bei der Vielzahl der Busse praktikabel ist, dürfte nun Teil der Überprüfungen werden. 

„Wir werden sämtliche Möglichkeiten in die Überprüfung mit einbeziehen.“Bürgermeister Neidhard Varnhorn

Eine ganz neue Idee brachte Andreas Borchers (SPD) ins Spiel. Er schlug vor, beim Übergang der Vahrener Straße in die Kirchhofstraße eine abknickende Vorfahrt auf den Prozessionsweg einzurichten. "So würde man den Verkehr schon im Vorfeld automatisch umleiten", sagte er. Man könne so die Zufahrt zur Fahrradstraße unattraktiv gestalten. Bürgermeister Neidhard Varnhorn nahm den Vorschlag auf: "Wir werden sämtliche Möglichkeiten in die Überprüfung mit einbeziehen."

Bonk wies außerdem noch darauf hin, dass viele Bürger offenbar immer noch nicht wüssten, was eine Fahrradstraße sei. "Da muss zwingend weiter Öffentlichkeitsarbeit durch die Stadt betrieben werden", so der SPD-Ratsherr. Er spreche aus Erfahrung, der Polizist war bei den vergangenen Kontrollen immer im Einsatz, zuletzt am vergangenen Donnerstag.

Weitere Kontrollen: Die Polizei mit Achim Wach überprüfte den Bereich in den vergangenen Tagen mehrfach. Foto: HermesWeitere Kontrollen: Die Polizei mit Achim Wach überprüfte den Bereich in den vergangenen Tagen mehrfach. Foto: Hermes

Nach Angaben der Polizei zeigte sich den Beamten dabei ein Bild, das nachdenklich stimmt: Insgesamt wurden zwischen 7.30 und 8.15 Uhr insgesamt 65 Ordnungswidrigkeiten geahndet. Grund: Die Autofahrer hatten die Fahrradstraße als Durchfahrtsstraße genutzt; das ist nicht erlaubt. Darüber hinaus hatten zwei Autofahrer ihre Kinder nicht angeschnallt, drei hatten selbst keinen Gurt angelegt. Weil zweimal Fahrradfahrer gefährdet wurden, haben die Polizisten jeweils Verkehrsordnungswidrigkeiten eingeleitet. 

"Auch an diesem Tag zeigten sich die kontrollierten Verkehrsteilnehmer wenig einsichtig, teilweise konnte eine aggressive Grundstimmung festgestellt werden", erklärt Sprecherin Simone Buse. Die Polizei appelliere noch einmal an die gegenseitige Rücksichtnahme. "Bitte halten Sie sich an die geltenden Verkehrsregeln und bleiben Sie besonnen. Die Polizei wird die Kontrollen fortführen und Verstöße konsequent ahnden".

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